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Das Buch des Smaragds: Historischer Roman von Agnes ImhofBroschiert von PiperPreis bei Amazon: EUR 8,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492249663, Erscheinungsdatum: Juni 2007 |
4 Kundenrezensionen:Historie-Roman auf bestem Niveau 5 von 5 PunktenMancher historischer Roman versinkt in Belanglosigkeit und Ungenauigkeit. Das Buch des Smaragds allerdings hebt sich davon wohltuend ab. Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen, zu verschlingen. Man riecht, man fühlt das Mittelalter in seiner authentischsten Form. Vielen Dank, Frau Imhof, für einen überdurchschnittlichen Historienroman. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman. Es stimmt alles 5 von 5 PunktenEin richtig schöner, toll geschriebener historischer Roman! Die Geschichte ist faszinierend, unglaublich spannend und hält, was das Cover verspricht. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut beschrieben, und man kann das Mittelalter förmlich riechen, wenn die Hammel auf dem Markt verkauft werden. Die Informationen sind so gut verpackt, daß man es kaum merkt. Absolute Empfehlung! Die gefährliche Suche nach einem verbotenen Buch 5 von 5 PunktenDie gefährliche Suche nach einem verbotenen Buch Agnes Imhof:Das Buch des Smaragds Gustav Neumahr Eine Unzahl historischer Romane überschwemmt derzeit den Büchermarkt, aber nicht alle halten, was sie versprechen. Agnes Imhofs fulminanter Erstlingsroman Das Buch des Smaragds hebt sich wohltuend von der sogenannten Bestseller-Literatur ab, denn es ist ein spannendes und gleichwohl gescheites Buch. Im ersten Teil ihres Romans lässt die Autorin das maurische Spanien zu neuem Leben erstehen. Es ist das Jahr 979, in Cordoba herrscht der Tyrann al-Mansur, der ketzerische Bücher verbrennen lässt, um sich mit den islamischen Theologen gut zu stellen. Darunter ist auch das verbotene Buch des Smaragds. Es gilt als gefährliches Ketzerwerk und verändert jeden, der es gelesen hat. In Cordoba machen sich zwei Männer auf, um nach dem letzten Exemplar des ketzerischen Buches zu suchen: der junge Aristokrat Safwan und der geheimnisvolle Amr. Eine junge Friesin namens Atika macht sich ebenfalls auf die Suche, und obwohl die drei getrennte Wege gehen ? der zweite Teil spielt in Ägypten, der dritte in Bagdad ? treffen sie immer wieder aufeinander. Die Tatsache, dass beide Männer sich in die fremde, kluge Frau verlieben, sorgt für zusätzliche Konflikte und Spannungs- momente. Eine den Leser fesselnde Geschichte, die allein es wert wäre, den Roman zu lesen. Aber das Buch enthält mehr; es bietet Einblicke in die Welt des Islam und wirft Fragen auf, die die Menschen bis heute beschäftigen: Zweifel als Prinzip des Denkens gegenüber sicheren religiösen Wahrheiten, Aufklärung gegen religiösen Fanatismus, laizistischer Staat gegen Theokratie (Gottesstaat), friedliches Zusammenleben der Religionen auf der Basis der Vernunft gegenüber Hass, Verfolgung und Krieg unter Andersgläubigen. Ein historischer Roman, aber von höchster Aktualität ? vielleicht auch ein gefährliches Buch? - Agnes Imhof: Das Buch des Smaragds, 448 Seiten, Piper Verlag, ? 19,90 Rezensent: Gustav Neumahr studierte Germanistik, Anglistik und Italianistik in Tübingen, Wien und Nottingham. Er ist in Sachen Literatur in der Erwachsenenbildung tätig. Gustav Neumahr Waldstraße 38 73663 Berglen Zauberhaft und spannend! 5 von 5 PunktenPackend und emotional, ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. So faszinierend und vielschichtig hätte ich mir das arabische Mittelalter nicht vorgestellt. Man kennt ja sonst nur die platten Klischees. Die Story um die Europäerin Atika, die in diese Welt hineingerät und um ihr Glück kämpft, ist bewegend und fesselnd geschrieben. |
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Die Königin der Seidenstraße von Agnes ImhofBroschiert von PiperPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 8,28 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 349226333X, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 2 |
5 Kundenrezensionen:Sinnlich und erotisch 5 von 5 PunktenNormalerweise mag ich erotische Bücher und Liebesgeschichten gar nicht , und ich hatte mir von dem historischen Roman etwas anderes versprochen. Dennoch gefiel mir das Buch supergut, die Personen werden sehr lebendig dargestellt und die Atmosphäre ist sinnlich und erotisch. Außerdem gefällt mir der Schreibstil von Agnes Imhof sehr, beim Lesen kriegt man Lust , den Orient zu erleben mit seinem Zauber, seinen Farben und Gerüchen. Toll! besser geht es nicht 5 von 5 Punktenvon der ersten bis zur letzten seite fesselnd und spannend. der beste roman den ich je gelesen habe. ich hoffe auf weitere bücher der autorin. 1001 Nacht realistisch und mitreißend geschildert 5 von 5 PunktenIch kann mich meiner Vorgängerin nur anschließen, diese Buch entführt in eine Welt von 1001 Nacht, man riecht schmeckt und fühlt einfach alles, als würde man selbst eine Reise auf der Seidenstraße unternehmen! Man merkt, dass die Schriftstellerin sehr versiert ist und für dieses Buch wahnsinnig intensiv recherchiert hat. Toll ist auch das Authentische an diesem Buch (Historienroman), allerdings hat man nicht 1 Sekunde das Gefühl, eine langweilige geschichtliche Abhandlung zu lesen. Historische Aspekte werden in diesem Buch gekonnt und interessant eingeflochten, lasst Euch einfach mitreißen, ich war richtig traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte. Absolutes Meisterwerk! Prädikat: Absolut empfehlenswert! 5 von 5 PunktenIch kann mich meinen Vorschreibern nur in jeder Hinsicht anschließen - Prädikat: Absolut empfehlenswert. Und das nicht nur für Liebhaber historischer Romane, obwohl diese natürlich aufgrund der historisch genauen und detailreichen Schilderung ihre besondere Freude an diesem Buch haben werden. Wie schon gesagt wurde: Man fühlt, schmeckt und riecht den Orient! Darüberhinaus überzeugen aber auch wie schon in Agnes Imhofs erstem Roman "Das Buch des Smaragds" die klug aufgebaute Story und die sorgfältige Zeichnung der Charaktere. "Die Königin der Seidenstraße" ist eines jener Bücher, in die man hineinversinkt und Zeit und Raum vergisst. Machtkampf und Sinnesfreunden im Orient des 9. Jahrhunderts 5 von 5 PunktenDer neue Roman von Agnes Imhoff läßt den Leser in das Leben des Orients im 9. Jahrhunderts eintauchen. Machtintrigen und Sinnesfreuden bestimmen diesen historisch gut recherchierten Roman der Schriftstellerin, die Islam,-und Religionswissenschaften studierte und ihr Wissen dem Leser auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise präsentiert. Hauptprotagonistin dieses Romans ist Arib, eine sogenannte Singsklavin, die im Kindesalter miterlebt, wie ihre ganze Familie auf Geheiß des Kalifen Harun ar-Raschid umgebracht wird. Nur durch einen Zufall überlebt Arib und begibt sich mit der Singsklavin ihres Vaters und als Junge verkleidet auf die Flucht.Theodora wird ihre Feundin und führt sie in die Geheimnisse des Gesangs ein.Während dieser Zeit lernt sie auch den Vasallen KAiser Karls ,Wolfram,kennen und verliebt sich in ihn.Doch ihre Flucht nimmt kein gutes Ende. Arib und Theodora werden gefunden und Arib als 15 jähriges Mädchen vom Kalifen gefangen genommen und vergewaltigt.An Leib und Seele geschunden sucht Arib Vergessen im Gesang und da ihre Stimme einzigartig ist, wird sie zur Singsklavin ausgebildet. Diese Gabe und ihre körperlichen Reize ,lassen sie zur mächtigsten Frau des Orients aufsteigen. Sie bestimmt die Geschicke des Landes mit , indem sie die Geliebte mehrerer Kalifen wird. Doch ihre Rachegefühle und auch ihre Liebe zu Wolfram begleiten sie ein Leben lang. Als sie dann vor der Entscheidung steht, sich zwischen Rache und Liebe entscheiden zu müssen, fällt sie eine folgenschwere Entscheidung. Spannend, sinnlich und mehr als unterhaltsam beschreibt Agnes Imhoff das Leben des Orients zur Zeit des Kalifen Harun ar-Raschid (766-809).Die Personen werden schillernd und lebensnah dargestellt und das Leben in den Gassen von Bagdad zieht wie ein Film am Leser vorbei.1001 Nacht wird lebendig und zieht den Leser in seinen Bann. Das am Ende des Buches noch Rezepte aus Aribs erotischem Kochbuch abgebildet sind,finde ich fantastisch, denn es gibt dem Leser die Möglichlkeit, ein kleines bisschen Orient in die eigenen vier Wände zu holen und sich noch lange an diesen wirklich wunderschönen Roman zu erinnern . |
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Die Königin der Seidenstraße von Agnes ImhofGebundene Ausgabe von PiperPreis bei Amazon: EUR 19,90, Angebote ab EUR 7,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492051170, Erscheinungsdatum: Sept. 2008 |
5 Kundenrezensionen:Sinnlich und erotisch 5 von 5 PunktenNormalerweise mag ich erotische Bücher und Liebesgeschichten gar nicht , und ich hatte mir von dem historischen Roman etwas anderes versprochen. Dennoch gefiel mir das Buch supergut, die Personen werden sehr lebendig dargestellt und die Atmosphäre ist sinnlich und erotisch. Außerdem gefällt mir der Schreibstil von Agnes Imhof sehr, beim Lesen kriegt man Lust , den Orient zu erleben mit seinem Zauber, seinen Farben und Gerüchen. Toll! besser geht es nicht 5 von 5 Punktenvon der ersten bis zur letzten seite fesselnd und spannend. der beste roman den ich je gelesen habe. ich hoffe auf weitere bücher der autorin. 1001 Nacht realistisch und mitreißend geschildert 5 von 5 PunktenIch kann mich meiner Vorgängerin nur anschließen, diese Buch entführt in eine Welt von 1001 Nacht, man riecht schmeckt und fühlt einfach alles, als würde man selbst eine Reise auf der Seidenstraße unternehmen! Man merkt, dass die Schriftstellerin sehr versiert ist und für dieses Buch wahnsinnig intensiv recherchiert hat. Toll ist auch das Authentische an diesem Buch (Historienroman), allerdings hat man nicht 1 Sekunde das Gefühl, eine langweilige geschichtliche Abhandlung zu lesen. Historische Aspekte werden in diesem Buch gekonnt und interessant eingeflochten, lasst Euch einfach mitreißen, ich war richtig traurig, als ich das Buch ausgelesen hatte. Absolutes Meisterwerk! Prädikat: Absolut empfehlenswert! 5 von 5 PunktenIch kann mich meinen Vorschreibern nur in jeder Hinsicht anschließen - Prädikat: Absolut empfehlenswert. Und das nicht nur für Liebhaber historischer Romane, obwohl diese natürlich aufgrund der historisch genauen und detailreichen Schilderung ihre besondere Freude an diesem Buch haben werden. Wie schon gesagt wurde: Man fühlt, schmeckt und riecht den Orient! Darüberhinaus überzeugen aber auch wie schon in Agnes Imhofs erstem Roman "Das Buch des Smaragds" die klug aufgebaute Story und die sorgfältige Zeichnung der Charaktere. "Die Königin der Seidenstraße" ist eines jener Bücher, in die man hineinversinkt und Zeit und Raum vergisst. Machtkampf und Sinnesfreunden im Orient des 9. Jahrhunderts 5 von 5 PunktenDer neue Roman von Agnes Imhoff läßt den Leser in das Leben des Orients im 9. Jahrhunderts eintauchen. Machtintrigen und Sinnesfreuden bestimmen diesen historisch gut recherchierten Roman der Schriftstellerin, die Islam,-und Religionswissenschaften studierte und ihr Wissen dem Leser auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise präsentiert. Hauptprotagonistin dieses Romans ist Arib, eine sogenannte Singsklavin, die im Kindesalter miterlebt, wie ihre ganze Familie auf Geheiß des Kalifen Harun ar-Raschid umgebracht wird. Nur durch einen Zufall überlebt Arib und begibt sich mit der Singsklavin ihres Vaters und als Junge verkleidet auf die Flucht.Theodora wird ihre Feundin und führt sie in die Geheimnisse des Gesangs ein.Während dieser Zeit lernt sie auch den Vasallen KAiser Karls ,Wolfram,kennen und verliebt sich in ihn.Doch ihre Flucht nimmt kein gutes Ende. Arib und Theodora werden gefunden und Arib als 15 jähriges Mädchen vom Kalifen gefangen genommen und vergewaltigt.An Leib und Seele geschunden sucht Arib Vergessen im Gesang und da ihre Stimme einzigartig ist, wird sie zur Singsklavin ausgebildet. Diese Gabe und ihre körperlichen Reize ,lassen sie zur mächtigsten Frau des Orients aufsteigen. Sie bestimmt die Geschicke des Landes mit , indem sie die Geliebte mehrerer Kalifen wird. Doch ihre Rachegefühle und auch ihre Liebe zu Wolfram begleiten sie ein Leben lang. Als sie dann vor der Entscheidung steht, sich zwischen Rache und Liebe entscheiden zu müssen, fällt sie eine folgenschwere Entscheidung. Spannend, sinnlich und mehr als unterhaltsam beschreibt Agnes Imhoff das Leben des Orients zur Zeit des Kalifen Harun ar-Raschid (766-809).Die Personen werden schillernd und lebensnah dargestellt und das Leben in den Gassen von Bagdad zieht wie ein Film am Leser vorbei.1001 Nacht wird lebendig und zieht den Leser in seinen Bann. Das am Ende des Buches noch Rezepte aus Aribs erotischem Kochbuch abgebildet sind,finde ich fantastisch, denn es gibt dem Leser die Möglichlkeit, ein kleines bisschen Orient in die eigenen vier Wände zu holen und sich noch lange an diesen wirklich wunderschönen Roman zu erinnern . |
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Der Harem: Sinnliche Begegnungen im SerailGebundene Ausgabe von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 4,19 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426198320, Erscheinungsdatum: Sept. 2008 |
2 Kundenrezensionen:Sinnlich 5 von 5 PunktenDas Buch beinhaltet mehrere Geschichten, allesamt hocherotisch, sinnlich und wie die Märchen von 1001 Nacht von exquisiter und ein wenig altbackener Sprache. Gleichzeitig erläutert das Vorwort die Bedeutung des Wortes Harem und die Institution dahinter. Empfehlenswert! Nicht so mein Geschmack... 2 von 5 PunktenHabe mir das Buch gekauft, weil ich kurz vorher "Die Königin der Seidenstraße" in wenigen Tagen verschlungen habe und dachte, dieses Buch über "sinnliche" Begegnungen im Serail könnte mir auch so gut gefallen. Weit gefehlt. Der Schreibstil liegt mir nicht... mag sein, dass es die orientalische Art der Erzählung trifft, aber es unterscheidet sich sehr von meinem vorherigen Buch (s.o.). Und sinnlich finde ich nur wenige Passagen, die teilweise auch noch recht kurz gehalten sind. Äußerlich ist es ein wunderschönes Buch, was aber mehr verspricht, als es für mich gehalten hat. |
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Das Buch des Smaragds von Agnes ImhofGebundene Ausgabe von PiperPreis bei Amazon: EUR 11,30, Angebote ab EUR 7,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 349204798X, Erscheinungsdatum: Februar 2006 |
4 Kundenrezensionen:Historie-Roman auf bestem Niveau 5 von 5 PunktenMancher historischer Roman versinkt in Belanglosigkeit und Ungenauigkeit. Das Buch des Smaragds allerdings hebt sich davon wohltuend ab. Es war ein Genuss, dieses Buch zu lesen, zu verschlingen. Man riecht, man fühlt das Mittelalter in seiner authentischsten Form. Vielen Dank, Frau Imhof, für einen überdurchschnittlichen Historienroman. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman. Es stimmt alles 5 von 5 PunktenEin richtig schöner, toll geschriebener historischer Roman! Die Geschichte ist faszinierend, unglaublich spannend und hält, was das Cover verspricht. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere sind gut beschrieben, und man kann das Mittelalter förmlich riechen, wenn die Hammel auf dem Markt verkauft werden. Die Informationen sind so gut verpackt, daß man es kaum merkt. Absolute Empfehlung! Die gefährliche Suche nach einem verbotenen Buch 5 von 5 PunktenDie gefährliche Suche nach einem verbotenen Buch Agnes Imhof:Das Buch des Smaragds Gustav Neumahr Eine Unzahl historischer Romane überschwemmt derzeit den Büchermarkt, aber nicht alle halten, was sie versprechen. Agnes Imhofs fulminanter Erstlingsroman Das Buch des Smaragds hebt sich wohltuend von der sogenannten Bestseller-Literatur ab, denn es ist ein spannendes und gleichwohl gescheites Buch. Im ersten Teil ihres Romans lässt die Autorin das maurische Spanien zu neuem Leben erstehen. Es ist das Jahr 979, in Cordoba herrscht der Tyrann al-Mansur, der ketzerische Bücher verbrennen lässt, um sich mit den islamischen Theologen gut zu stellen. Darunter ist auch das verbotene Buch des Smaragds. Es gilt als gefährliches Ketzerwerk und verändert jeden, der es gelesen hat. In Cordoba machen sich zwei Männer auf, um nach dem letzten Exemplar des ketzerischen Buches zu suchen: der junge Aristokrat Safwan und der geheimnisvolle Amr. Eine junge Friesin namens Atika macht sich ebenfalls auf die Suche, und obwohl die drei getrennte Wege gehen ? der zweite Teil spielt in Ägypten, der dritte in Bagdad ? treffen sie immer wieder aufeinander. Die Tatsache, dass beide Männer sich in die fremde, kluge Frau verlieben, sorgt für zusätzliche Konflikte und Spannungs- momente. Eine den Leser fesselnde Geschichte, die allein es wert wäre, den Roman zu lesen. Aber das Buch enthält mehr; es bietet Einblicke in die Welt des Islam und wirft Fragen auf, die die Menschen bis heute beschäftigen: Zweifel als Prinzip des Denkens gegenüber sicheren religiösen Wahrheiten, Aufklärung gegen religiösen Fanatismus, laizistischer Staat gegen Theokratie (Gottesstaat), friedliches Zusammenleben der Religionen auf der Basis der Vernunft gegenüber Hass, Verfolgung und Krieg unter Andersgläubigen. Ein historischer Roman, aber von höchster Aktualität ? vielleicht auch ein gefährliches Buch? - Agnes Imhof: Das Buch des Smaragds, 448 Seiten, Piper Verlag, ? 19,90 Rezensent: Gustav Neumahr studierte Germanistik, Anglistik und Italianistik in Tübingen, Wien und Nottingham. Er ist in Sachen Literatur in der Erwachsenenbildung tätig. Gustav Neumahr Waldstraße 38 73663 Berglen Zauberhaft und spannend! 5 von 5 PunktenPackend und emotional, ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. So faszinierend und vielschichtig hätte ich mir das arabische Mittelalter nicht vorgestellt. Man kennt ja sonst nur die platten Klischees. Die Story um die Europäerin Atika, die in diese Welt hineingerät und um ihr Glück kämpft, ist bewegend und fesselnd geschrieben. |
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Religiöser Wandel und die Genese des Islam von Agnes ImhofBroschiert von ErgonPreis bei Amazon: EUR 44,00 ISBN: 3899133463, Erscheinungsdatum: Juli 2004, Auflage: 1 |
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Die Rose von Damaskus: Historischer Roman von Cornelia KempfTaschenbuch von rororoPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 3,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 349924733X, Erscheinungsdatum: Sept. 2008 |
5 Kundenrezensionen:Eine Reise ins Mittelalter 4 von 5 PunktenSchon lange habe ich keinen historischen Roman mehr gelesen, da ich in den letzten Jahren derer etwas überdrüssig wurde. Über Weihnachten hinweg verspürte ich jedoch die Lust, wieder einmal einen solchen Roman zur Hand zu nehmen. Zum erneuten Einstieg wählte ich das Thema Kreuzzüge und da ich von einigen bekannten Autoren leider immer mehr enttäuscht war, vor allem, da sich immer mehr der Trend zum Fortsetzungsroman entwickelt, kaufte ich mir diesmal das Werk einer unbekannten Autorin. Voller Tatendrang und auch unvoreingenommen, das Werk einer namenlosen Autorin in der Hand zu halten, begann ich also zu lesen. Nach dem unglaublich neugierig machenden Prolog war ich voller Hoffnung, doch leider zog sich das erste Kapitel etwas hin, dass ich schon befürchtete es würde so bleiben. Seltsamerweise, obwohl in den ersten Kapiteln relativ wenig geschah, hielt mich die Neugierde immer am Ball und irgendwie gefielen mir die Beschreibungen aus dem Orient und die Taten und Beweggründer der Romanfiguren. Wenngleich bis zur Hälfte kaum etwas geschah hielten mich die Charakter und der Schauplatz des mittelalterlichen Damaskus bei Laune. Ab der Mitte jedoch überschlug sich alles und ich konnte kaum mehr zu lesen aufhören. Besonders gefallen hat mir, dass der Roman mehr aus der Sicht einer, dank ihrer sehr behüteten Erziehung, naiven jungen Muslimin erzählt wird, deren einzige Sorge es ist, einen Mann heiraten zu müssen, den sie sich selbst nicht ausgesucht hat. Nasrin kennt die Welt also nur durch die Erzählungen ihres Vaters, Onkels oder die anderer Muslime. So ist es nicht verwunderlich, dass durch einseitige Propaganda in ihren Augen alle Christen Bestien und Barbaren sind. Unschuldig naiv gerät ihr Weltbild jedoch ins Wanken, als ihr Vater, ein hoher muslimischer Würdenträger, vom Sultan einen christlichen Kreuzritter als Sklaven geschenkt bekommt. Aus anfänglicher Furcht entsteht bei ihr jedoch alsbald eine unerklärliche Neugierde auf den in ihren Augen exotisch wirkenden Christen. Aus dieser Neugierde wird Wissensdurst und Nasrin begeht einen großen Fehler, denn sie beginnt diesem Christen, der Bernhard von Markward heißt, zuzuhören. Langsam verändert sich ihr Bild von der Welt und ebenso langsam regt sich in ihr ein gefährliches Gefühl. Nasrin beginnt, diesen Christen zu lieben. Wie schon erwähnt überschlagen sich die Ereignisse ab der Mitte. Nachdem Akkon in die Hand Richard Löwenherz` fällt, wird auch Nasrins Familie in den Sog des Krieges gezogen. Nasrin muss aus ihrer Heimat fliehen, an ihrer Seite steht nur einer: Bernhard von Markward. Die Kreuzzüge mal aus der Sicht der anderen Seite und vor allem aus der einer jungen Muslimin zu erleben, war für mich einmal etwas ganz Neues. Im Wesentlichen gefiel mir das ganze Buch dann doch und gibt mir Hoffnung, dass ich nun wieder mehr Hunger auf historische Romane habe. Aus diesem Grunde bestellte ich mir doch gleich mal ein anderes Werk von Cornelia Kempf und kann es kaum erwarten, dieses zu lesen. Obwohl mir die Rose von Damaskus sehr gut gefallen hat, gebe ich nur vier Sterne, denn das doch etwas hingezogene erste Kapitel hätte knapper gestaltet werden können. Ohne dieses hätte ich mit Freude die volle Punktzahl vergeben können. Ein Lesegenuss!!! 5 von 5 PunktenDie Rose von Damakus erwartet ich schon lange und habe sofort zu lesen begonnen. Zugegeben, etwas Zeit zum Einlesen brauchte ich diesmal schon, aber dann ließ mich das Mittelalter in Damaksus nicht mehr los. Zum Inhalt: Die Emirtochter Nasrin lebt wohl behütet im Palast ihres Vaters Suleymann und bekommt nichts von den Kriegen in Palästina mit. Als ihr Vater vom Sultan Saladin einen christlichen Ritter als Sklaven geschenkt bekommt, rückt der Krieg doch ein wenig näher. Anfangs fürchtete sich Nasrin vor dem großen "Barbaren", der sich Bernhard von Makrwar nennt, doch schon bald will sie mehr über den Ritter erfahren. Bei einigen Unternehmen der Emirtochter ist er auch der einzige, der ihr Hilfe verspricht. Sie wiederum schützt Bernhard immer wieder vor den Demütigungen des Hauptmanns Jamal, den ihr Vater als Bräutigam ausgewählt hat. Aber die Ruhe im Palast wird jäh gestört, als Richard Löwenzherz erneut Akkon erobert. Schon bald bricht die Welt von Nasrin vollkommen zusammen. Ihr Vater wird verhaftet, der Palast des Emirs vollkommen zerstört und Nasrin muss fliehen. Auf ihrer Flucht steht ihr nur einer bei, Bernhard und ihre Flucht führt sie durch das christliche Viertel von Damaskus, durch die Wüste Syriens bis hin an den Hafen von Akkon. Ich habe den Roman mit genuss gelesen, da er mich in eine fremde Welt entführte und mich mit den Personen mitfiebern und mitleiden ließ. Sehr interessant fand ich die Ansichten beider Seiten und es brachte mich doch immer wieder zum Nachdenken. Gerne empfehle ich das Buch meinen Freunden und wer die Kreuzzüge einmal nicht nur aus der einen Sicht beleuchtet haben will, sei der Roman auch ans Herz gelegt. Liebe und Hass, Freundschaft und Feindschaft, Treue und Verrat, alles ist in diesem Buch zu finden. Ritter, Sarazenen und eine verbotene Liebe 4 von 5 PunktenIch gehöre normalerweise nicht zu den Leuten, die Liebesgeschichten lesen. Doch meine Frau hatte sich im Urlaub diesen Roman gekauft und strafte mich damit durch Nichtbeachtung. Beinahe Tag und Nacht las sie das Buch und meinte schließlich nach der letzten Seite mit einer Begeisterung, dass es auch was für mich sei, da es sich hierbei um einen Roman aus der Zeit der Kreuzzüge handle. Also habe ich ihn doch gelesen, es war ja noch immer Urlaub und ich tat es schon alleine, weil ich wissen wollte, was meine Frau an diesen Roman so faszinierte. Angenehm überrascht war ich, weil es sich hierbei eben nicht um eine klassische Liebesgeschichte handelt, sondern sich die Liebesbeziehung über alle Seiten hinweg langsam steigert. Dies machte es mir leicht, den Roman auch wirklich bis zum Ende zu lesen, der mich bald in einen Sog riss, der mich in den Orient brachte. Mit bewegenden Bildern wird hier also die Geschichte von Nasrin al-Dir und Bernhard von Markward erzählt, der schönen Tochter eines muslimischen Emirs und eines gefangenen Kreuzritter, der auf seine Reise ins Heilige Land Einiges durchzumachen hatte. Als Sklave des Emirs hat dieser Bernhard einiges zu erdulden und nur Nasrin sieht in ihm mehr als einen Barbaren, sie sieht im ihn einen Menschen, trotz ihrer Furcht, die sie vor ihm hat. Als sei jedoch die Ankunft des Ritters im Hause al-Dir ein böses Omen, wird die Welt Nasrins im Laufe der Geschichte vollends auf den Kopf gestellt und auch sie kommt in den Sog der Kriege im fernen Palästina. Obwohl die Geschichte bis über die Hälfte nur in Damaskus spielt, kommt die Autorin nicht umhin, die historischen Persönlichkeiten des dritten Kreuzzuges miteinzubinden. So trifft man auch auf Sultan Saladin und seinen Gegenspieler Richard Löwenherz. Gefallen hat mir vor allem, dass hier die Geschehnisse des dritten Kreuzzuges eben nicht durch endlose Schilderungen der Schlachten widergespiegelt werden, sondern vielmehr als Erinnerungen Bernhards geschildert werden. Neben Spannung und einen Schuss Romantik bekommt man hier auch einen netten Einblick über den dritten Kreuzzug und die Gestalt des Sultans fand ich in diesem Roman wirklich gut gezeichnet. Im Großen und Ganzen gefiel mir der Roman sehr und nun verstehe ich auch, warum meine Frau nicht zu lesen aufhören konnte. Ein orientalischer Garten im Taschenbuchformat 5 von 5 PunktenEs gibt nur wenige Bücher die ich zwei mal lese, aber dieses gehört dazu. Zur Urlaubszeit finde ich ein Taschenbuch besser und habe mir dieses sofort gekauft, um ein zweites Mal in die zauberhafte Welt des Orients einzutauchen. Auch beim zweiten Lesen war ich von dem Buch total begeistert. Die langsam wachsende Zuneigung zwischen Nasrin und Bernhard wird mit allerlei Hindernissen bestückt und ließ mich mit den Personen mitfiebern. Der wundervolle Hintergrund des mittelalterlichen Damaskus, die starken Figuren in diesen Roman und die Geschichte selbst hat mich total gefangen. Ein Roman, den ich auch Freunden empfehle und sicher auch irgendwann mal ein drittes Mal lese. Ein spannendes Leseerlebnis aus 1001 Nacht! 5 von 5 PunktenAls der Sultan Salah Ad-Din dem Emir von Damaskus den Kreuzritter Bernhard von Markward als christlichen Sklaven zum Geschenk macht, verändert er auch das Leben der Emirstochter Nasrin. Zunehmend muss die junge Frau erkennen, dass ihre Vorurteile gegen den Kafir nicht der Wahrheit entsprechen, denn in einer schwierigen Situation ist Bernhard der einzige, der bereit ist ihr zu helfen. Während sich vor den Mauern von Akkon das Heer des Sultans und die christlichen Soldaten Richard Löwenherz' gegenüber stehen, erblüht zwischen Bernhard und Nasrin eine zarte Liebe. Und eine gefährliche Liebe, denn das Schicksal wendet sich gegen Nasrin und ihre Familie - und erneut ist Bernhard der Einzige, der ihr helfen kann... Mit Die Rose von Damaskus" (Titel der Taschenbuchausgabe des Hardcovers Die Gärten von Damaskus") legt Cornelia Kempf einen spannenden historischen Roman aus der Zeit der Kreuzzüge vor, in dem es von vielschichtigen, aber nicht immer liebenswerten Charakteren nur so wimmelt. Mit lebhaften, sinnlichen Beschreibungen lässt Cornelia Kempf in den Köpfen ihrer Leserinnen ein farbenprächtiges Bild aus 1001 Nacht entstehen, das Selbige unwiederbringlich in die Welt der Paläste und Harems, aber auch der erdrückenden Wirklichkeit der Sklaven und Schlachten entführt. Dabei entwickelt sich die bereits erwähnte Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren Bernhard und Nasrin sehr langsam und bietet genügend Raum für die Schilderung von den Lebensumständen der damaligen Menschen, unterschiedlichen Auffassungen und Konflikten zwischen den Religionen bzw. ihren vorgestellten Vertretern. Erfreulicherweise verzichtet Cornelia Kempf hierbei auf einseitige Schwarz-Weiß-Malerei, sondern versucht allen Seiten gerecht zu werden. Ihr Roman bietet zwar keine Lösung für die aufgeworfenen, oftmals sehr aktuellen Fragen, wohl aber eine Vision davon, wie es sein oder werden könnte. Alles in allem ist Die Rose von Damaskus" ein spannendes Lesevergnügen, dass auf unterhaltsamste Weise auch philosophische Fragen und historische Ereignisse angeht. Über manches, was zwischen den Seiten zu lesen ist, werde ich wohl noch lange nachdenken, weil es durchaus nicht nur von historischer, sondern auch von aktueller Brisanz ist. Dennoch ist Die Rose von Damaskus" kein schwerer Stoff, sondern eine ausgesprochen empfehlenswerter Buchtipp für die kommenden dunklen Herbst- und Wintertage! |
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Religiöser Wandel und die Genese des Islam. Das Menschenbild altarabischer Panegyriker im 7. Jahrhundert. von Agnes ImhofBroschiert von Würzburg: Ergon,Angebote ab EUR 29,00 ISBN: , Erscheinungsdatum: 2004 |
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Turm der Lügen von Marie CristenBroschiert von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426639920, Erscheinungsdatum: Dezember 2009 |
5 Kundenrezensionen:Turm der Lügen 5 von 5 PunktenGeschichtliche Romane lese ich, wenn ich Zeit dazu habe, sehr gern und dieses Buch hat mich durchgehend gefesselt. Da ich zwei Staatsexamen in Geschichte habe, kenne ich die historischen Hintergründe, deswegen möchte ich dieses Buch wirklich empfehlen, da diesmal der Adel aus einer sehr menschlichen Sichtweise gezeigt wird.Jemand, der einmal den Alltag vergessen möchte und hineinsteigen will in eine längst gegessene Zeit, möge dieses Buch lesen! Geschichte PUR 5 von 5 PunktenAnfang des 14.ten Jahrhunderts erschüttert ein beispielloser Skandal das französische Königshaus, dessen Auswirkungen letztlich mit zum Aussterben der Hauptlinie der Kapetinger und zum Hundertjährigen Krieg zwischen Frankreich und England beigetragen haben. Zwei Schwiegertöchter König Philippes IV. werden des Ehebruchs überführt und zu lebenslangem Kerker verurteilt, die dritte wegen Mitwisserschaft ebenfalls ... wenn auch nicht ganz so hart... bestraft. Vor diesem... historisch verbürgten... Hintergrund spielt die Geschichte der jungen Séverine, die nicht um ihre wahre Herkunft weiss und in die Intrigen und Machtkämpfe am Hof verstrickt wird. Ich habe vor vielen Jahren in dem wunderbaren Romanzyklus die unseligen Könige" von Maurice Druon erstmals von dieser Familientragödie gelesen und war sehr gespannt, wie Marie Cristen dieses Thema umsetzen wird. Ich denke, dass ich das Buch(490 Seiten) innerhalb eines Tages gelesen habe, sagt eigentlich ALLES ! Die fiktive Séverine ist dabei im Grunde nur eine Nebenfigur, die Hauptrollen in diesem WAHREN Drama spielen tatsächlich die engste Familie König Philippes des Schönen" und seine wichtigsten Höflinge. Der Autorin ist es gelungen, diese so lebendig, glaubwürdig und menschlich zu schildern, dabei so nah an die historisch verbürgten Fakten angelehnt, dass ich diesem Buch das größte Lob ausspreche, dass FÜR MICH der Maßstab bei der Beurteilung eines historischen ROMANS ist, nämlich: ES KÖNNTE SO GEWESEN SEIN ! Ein guter geschichtlicher Hintergrund ist nicht alles 3 von 5 PunktenMahaut von Artois braucht einen Sohn um jeden Preis. Deshalb vertauscht sie ihre Tochter Séverine mit den Sohn ihrer Kammerfrau. 16 Jahre später: Séverine wächst ohne Wissen ihrer wahren Herkunft in Faucheville fernab des Hofes auf. Adrien Flavy, der um das an ihr begangene Unrecht weiß, will dies wieder gut machen und bringt sie an den Hof von Jeanne, der Frau Philippes und damit eine Schwiegertochter des Königs. Als dieser Gerüchte zugetragen werden, dass ihre Cousine Marguerite und ihre Schwester Blanche ungeheuerliche Dinge mit ihren Liebhabern treiben sollen, schickt sie Séverine zum Tour du Nesle, nicht ahnend, dass sie Sevérine damit in Lebensgefahr bringt... Ein spannender Einblick in die französische Geschichte, der sich vor allem um die Ereignisse im Tour du Nesle und den daraus erwachsenden Skandal dreht, indem Séverine und Adrien ohne ihr eigens Zutun hineingeraten. Séverine muss lernen, sich in dieser Welt voller höfischer Ränke zu behaupten, immer in der Gefahr, dass jemand ihre wahre Herkunft aufdecken könnte. Dass sie und Adrien sich lieben, macht die Dinge noch komplizierter, spielt im Buch aber eine eher untergeordnete Rolle. Das Buch wird ebenso aus der Perspektive von Adrien, manchmal auch der von Jeanne oder Phillippe erzählt. Klingt spannend? Der geschichtliche Hintergrund ist es auch. Trotzdem habe ich mich mit diesem Buch stellenweise äußerst schwer getan. Mochte ich anfangs noch den Charakter von Séverine, wurde er mir zwischendurch richtig verleidet. Dies lag vor allem am Erzählstil der Autorin, die grad bei den Szenen mit Séverine im Mittelteil daran scheitert, Beschreibung und Dialoge harmonisch ineinander zu verweben. So fühlte ich mich allzu oft an mittelmäßige Schulaufsätze erinnert, wo einfach den Charakter bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden und das Gesagte hölzern und konstruiert wirkte. Sollten sich Charakterbeschreibungen nicht wie nebenher aus einem Buch ergeben? Zum Glück fielen die Szenen und Beschreibungen der anderen Charaktere wesentlich gekonnter aus. Auch fand ich die Logik des Buches etwas unrund. Zum Ende hin gewann das Buch eindeutig wieder mehr am Charme und auch an Spannung. Ein anständiger Beginn, ein stellenweise lausiger Mittelteil und ein halbwegs gelungenes Ende - wie soll man das bewerten? Leider weiß ich auch nicht, ob Marie Cristen immer so schreibt, ich werde es wohl auch nicht mehr herausfinden, denn ein zweites Buch kaufe ich mir höchstwahrscheinlich nicht von ihr. Ich entscheide mich für 3,5 von 5 Sternen Einfach toll 5 von 5 PunktenDas Leben der Hauptfigur Séverine wird in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Ihr engster Freund und Vertrauter trägt seit ihrer Geburt ein Geheimnis mit sich herum. Nachdem er gesehen hat, wie Séverine in ihrem Zuhause behandelt wird, kann er es nicht mehr ertragen und will Gerechtigkeit in die Sache bringen. Er bringt Séverine an den Königshof zu Blanche, einer Schwiegertochter des Königs, bei der sie lernen soll, eine Edeldame zu werden. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Doch dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Blanche wird angeklagt und verbannt und auch für Séverine wird es immer gefährlicher. Keiner darf jetzt wissen, wie Séverine in diese ganze Geschichte verstrickt ist und welche Stellung sie eigentlich hat. Das Cover des Buches hat mich von Anfang an stark angesprochen, es ist in einem sehr schönem Rot gehalten, im Vordergund sieht man lediglich einen Frauenarm und im Hintergrund den "Tour de Nesle", der für dieses Buch sehr viel Bedeutung hat. Der Titel des Buches ist in Gold geschrieben, was dem ganzen ein edles Aussehen verleiht. Marie Cristen hat es geschafft, mich restlos zu begeistern. Sie hat einen wirklich tollen historischen Roman geschrieben, der wahre Geschichte mit Fiktion vereint. Das Buch hat ein rasantes Tempo und hat mich echt gefangen genommen, die Charaktere sind gut beschrieben, sodass ich sie mir leicht vorstellen konnte. Einige haben es geschafft, mich mitleiden und -hoffen zu lassen. Die ganze Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen und ist auch für "Epochen-Fremde" leicht verständlich. Im Anhang findet man ein Personenverzeichnis und eine Stammtafel der französischen Königsfamilie im Jahre 1314. Ich vergebe fünf von fünf Sternen. Das war ganz sicher nicht das letzte Buch der Autorin, welches ich gelesen habe! Spannung vom Anfang bis zum Ende mit guter Recherche 5 von 5 PunktenIm frühen 14. Jahrhundert wächst die junge Séverine auf Gut "Faucheville" auf. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und ihr Vater, ehemaliger Waffenknecht, ist ein versoffenes Wrack - das zumindest ist Séverines Wissenstand. Dass sie in Wirklichkeit blutsverwandt mit den Schwiegertöchtern des Königs, Philipp des Schönen, ist, erfährt sie erst nach und nach. Adrien, der Sohn des Lehnsherrn von Faucheville, weiß um das Geheimnis und möchte Séverine helfen, das Leben und die Stellung einzunehmen, die ihr von Geburt an zustehen. Adrien nimmt sie mit an den Hof und übergibt sie der Obhut Jeannes, einer Schwiegertochter des Königs. Als es am Hof zu einem großen Skandal kommt, droht Séverine in die Geschichte hineingezogen zu werden. Nicht nur wegen ihres Wissens, sondern auch aufgrund ihrer Herkunft droht ihr Gefahr... Marie Cristen, bei Liebhaber des historischen Genres mit der "Flandern-Saga" (der vierte Teil "Der Damenfriede" erscheint im Oktober) bekannt, hat mit dem "Turm der Lügen" einen so authentischen Roman geschaffen, der die Bezeichnung historisch alle mal verdient. Die Protagonisten sind zwar fiktiv, aber so ausgesprochen geschickt in die historisch belegte Geschichte mit eingewoben, dass für Nichtkundige der französischen Vergangenheit, nicht den leiseste Zweifel an der Glaubwürdigkeit aufkommen lässt. Sprachlich schnörkellos und glatt, aber immer mitreißend und feinfühlig entführt die Autorin in den Königshof voller Intrigen, Neid, Missgunst und Hass. Langeweile kommt nie auf, da der Spannungsbogen von Beginn an bis zum Schluss straff gespannt bleibt. Die Figuren sind vielschichtig, glaubwürdig und mit viel Empathie gezeichnet, was einem das Identifizieren (nicht nur) mit den Protagonisten sehr leicht macht. Egal ob die fiktiven oder die historisch belegten Darsteller, alle sind mit derselben Liebe zum Detail gezeichnet. Man meint, alle der großen Königsfamilie persönlich zu kennen, so lebendig sind sie Marie Cristen gelungen. Vielleicht hätte die eine oder andere Liebesszene weniger "ausschweifend" sein können, aber dies ist Geschmacksache. Ganz hinten im Buch findet man einen Stammbaum über das französische Königshaus aus dem Jahre 1314, was einem die Unterscheidung und Zuordnung der einzelnen Figuren wesentlich erleichtert. Ein leichter, hervorragend recherchierter und absolut kurzweiliger Roman, der für mich zu den besten Büchern der Autorin zählt und es allemal wert ist, gelesen zu werden. |
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Die Maurin von Lea KorteBroschiert von Droemer/KnaurPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,89 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3426502305, Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
Aus der Amazon.de-RedaktionEnde des 15. Jahrhunderts befindet sich Andalusien im Umbruch. Die Reconquista, die Rückeroberung des maurischen Spaniens für die christliche Krone, geht in ihre letzte Phase und es kommt zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Kastiliern. Vor diesem Hintergrund spielt Lea Kortes Roman über die junge Frau Zahra as-Sulamis, die aufgrund ihrer Familiensituation zwischen die maurisch-kastilischen Fronten gerät. Zahra führt in Granada ein wohlbehütetes, häusliches Leben im Kreise ihrer muslimischen Familie. Doch drei Tage der Woche verbringt sie als Hofdame Aischas, der Sultanin von Granada, in der Alhambra, was ihr neben ein bisschen Freiheit auch Einblick in die erneut aufkeimenden Feindseligkeiten zwischen Christen und Mauren bietet. Nicht nur wird Zahra in die Machtkämpfe innerhalb der Sultansfamilie hineingezogen, auch in ihrer eigenen Familie bilden sich erbitterte Fronten. Sie wird von Aischa auf eine heikle Mission geschickt, die ihr zwar endlich ein wenig Freiheit beschert, sie aber gleichzeitig in Schwierigkeiten mit ihrem strengen Vater bringt. Denn dieser will Zahra schnellst möglichst verheiraten und ihrem Drang nach Selbstbestimmung ein Ende setzen. Doch die temperamentvolle Zahra bricht wiederholt aus dem ihr zugewiesenen häuslichen Leben aus. Dabei kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit denen des kastilischen Adligen Gonzolo und dessen Bruder Jaime, die eine unausweichliche Anziehungskraft auf sie ausüben. In farbiger Sprache und lebendigen Bildern erzählt Lea Korte von Kämpfen und politischen Wirren, vom Drang nach Selbstbestimmung und Freiheit, von Leidenschaft und der großen Liebe. Dabei gelingt es der Autorin, die Handlung und Figuren geschickt in die historischen Gegebenheiten zu integrieren, die gut recherchiert und präzise dargestellt werden. So bietet die Lektüre einen interessanten Einblick in die letzte Phase der Reconquista zwischen 1478 und 1492. Abgerundet wird der Roman von einer Zeittafel, Stammbäumen, einem Glossar und Personenverzeichnis. Mit Die Maurin ist Lea Korte ein packender Roman über den Untergang von Al-Andalus und eine dramatische Liebesgeschichte gelungen - spannend geschrieben, unterhaltsam und gut recherchiert. - Alexandra Plath 5 Kundenrezensionen:Granadas Fall 5 von 5 PunktenIm Andalusien des 15. Jahrhunderts regiert die spanische Königin Isabel den christlichen und der Emir Hassan den islamischen Teil Spaniens. Isabel möchte ihr Land endgültig von den Mauren und andersgläubigen Menschen befreien und zieht immer wieder mit ihrer Armee und spanischen Rittern gegen die Mauren. Die beiden Völker liefern sich blutige Gefechte, erobern und rückerobern Städte und fügen ihrem Volk viel Leid zu. In dieser dunklen Zeit lebt Zahra, eine junge Maurin, deren Familie eng mit dem Emir von Granada zusammen wirkt. Sie selbst ist Hofdame bei Sultanin Aischa und begibt sich mit Haremswächter Kafur auf eine gefahrvolle Mission, von deren Gelingen das Schicksal Granadas und das der Mauren auf dem spanischen Festland abhängen. Durch Wirren und Intrigen der beiden Herrscherhäuser auf spanischer und maurischer Seite, kämpft sich die mutige Zahra, um am Ende mit einer verbotenen Liebe auf der Flucht zu sein und dem Ende Grandadas entgegenzusehen. Wird Zarah und ihren Liebsten das Unmögliche, nämlich das Überleben, gelingen? Lea Korte ist eine wundervolle Autorin! Das Geschehen um Zahra und ihre Familie ist so detailiert und bildlich beschrieben, dass man sich in jede Sekunde in das Buch hineinversetzt fühlt. Der Schreibstil ist flüssig und recht einfach gehalten, so dass der Lesefluss durch nichts gestört wird. Die Seiten fliegen nur unter den Fingern dahin und man fiebert und leidet mit Zahra. Die historischen Ereignisse um die Eroberung Granadas durch die spanische Königin Isabel, sind sehr gut und fundiert recherchiert, das Leben der Mauren glaubhaft und gut beschrieben. Das Cover des Buches ist toll gestaltet und die Hand einer Frau mit einer Rose, sowie der golden eingeprägte Schriftzug des Buchtitels auf rotem Grund, erregen schnell die Aufmerksamkeit des Buchkäufers. Insgesamt überzeugt das Buch mit einer schönen fiktiven Geschichte um Zahra und ihre Abenteuer, eingebettet in wahrhaftige, historisch belegte Ereignisse in Spanien. Dies wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin sein, das ich lesen werde! tolles buch! 5 von 5 PunktenDie Geschichte um Zahra as-Sulami beginnt im Jahre 1478, als sie 13 Jahre alt ist. In diesem Roman wird ihre Geschichte und die ihres Landes und dem dazu gehörigen (zusammenschreiben) Glaubenskrieg geschildert. Während Zahra in dieser schwierigen Zeit heranwächst, durchlebt und übersteht sie viele Abenteuer. Ich erfuhr während der Geschichte viel über die Mauren und ihre Kultur sowie den schlimmen Kämpfen zwischen Mauren und den Kastilianern. Aber auch die schwere Zeit als Frau wird gezeigt, und es geht auch um eine Liebesgeschichte, die unter einem dunklen Stern steht. Auf den Inhalt direkt möchte ich nicht eingehen, da jede einzelne Situation ein Erlebnis ist und ich nicht vorab schon etwas verraten möchte. Nur soviel: Die Geschichte ist atemberaubend, abwechslungsreich und sehr spannend. Die Autorin bringt jede Situation perfekt zu Papier. Die Zeit war für Frauen damals überhaupt nicht einfach und Zahra muss das durch das ganze Buch hindurch am eigenen Leib erfahren. Die Diskriminierungen und das Verhalten in der damaligen Zeit hat Lea Korte sehr gut rübergebracht. Ich konnte mich von Anfang an in Zahra hineinversetzen und habe mit ihr gelacht und geweint. Zu jedem Augenblick fühlte ich mich mittendrin und ich konnte alles fast spürbar nachempfinden. Gerade auch die Zeit der Trauer und des Schmerzes war sehr gut dargestellt und ich musste immer wieder mit den Tränen kämpfen. Für dieses Jahrhundert und in dieser Gegend ist an Zahra ein wahrer Mann verloren gegangen. Sie ist eine Heldin und meistert die ihr gestellten Situationen immer mit Bravour. Meistens wurde aus Zahras Sicht erzählt. Aber auch Gonzalos' Sichtweise, einem Kastilianer, der ihr den Kopf verdreht hatte, durfte man ab und zu lesen. Auch konnte ich mich gut in die verschiedenen Figuren hineinversetzen und wusste sogleich, wer mir sympathisch und wer mir unsympathisch war. Durch die Kämpfe, und dem Geschick der Autorin auch Fanatiker richtig gut zu beschreiben, war ich mit meinen Emotionen immer richtig mit dabei. Ebenso waren die historischen Ereignisse geschickt in die Handlung eingeflochten und dazu brachte Lea Korte mir durch ihr Werk die Kultur der Mauren etwas näher, was mir sehr gefiel. Der Roman ist unterteilt in vier Teile. Die Kapitel zum jeweiligen Abschnitt beginnen wiederum immer von vorne mit Eins. Die Kapitel selbst sind teilweise sehr lang, aber mit Absätzen versehen. Durch die Aufteilung konnte ich mir gut vorstellen, wie Zahra heranwuchs. Mit jedem Abschnitt war sie wieder etwas älter und hatte neue und gefährlichere Abenteuer zu überstehen. Als Zusatzmaterial gibt es vorne im Buch ein Namensregister der wichtigsten Figuren, sowohl von Mauren als auch von Kastilianern. Nach der Geschichte kann man sich noch an den Stammbäumen, einem Glossar und den passenden historischen Ereignissen erfreuen. Fazit: Ein historischer Roman, den ich weiterempfehlen kann! Ich vergebe diesem Werk fünf Sterne und mache es zu meinem Monatshighlight im Juli. Wunderschöne Geschichte 5 von 5 PunktenGranada 1478. Die junge Maurin Zahra gerät durch Zufall sehr nah in den sich anbahnenden Konflikt zwischen den Mauren und den Kastiliern. Die spanische Königin Isabel will sich ihr Land zurückerobern, nachdem der maurische Emir plötzlich die jährlichen Tributzahlungen verweigert. Bei der Begegnung mit den Abgesandten der Königin verliebt Zahra sich in den Christen Gonzalo, eine Liebe die keine Hoffnung haben kann. Nicht lange danach entbrennt der heiße Krieg zwischen den Fronten, und als Hofdame Aischas, der Herrscherin von Granada, wird Zahra immer wieder als Übersetzerin eingesetzt, denn sie kann sowohl Arabisch als auch fließend Spanisch sprechen. Als dem Krieg ein Ende gesetzt werden soll, muss die Muslimin sogar an den christlichen Hof, um als Vertraute auf den Sohn des neuen Emirs aufzupassen. Doch wieder spielt das Schicksal ihr einen Streich. Zunächst scheint es, dass sie und Gonzalo sich sogar annähern können, doch er hat noch einen Bruder, der ebenfalls ein Auge auf Zahra geworfen hat. Im Krieg um das maurische Land führt auch die Liebe ihren ganz eigenen Krieg. Am Ende ist alles ganz anders als Zahra erwartet hatte. Die Maurin ist ein so fesselnder Roman, wie ich ihn lange nicht erlebt habe. Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten mit den Namen, und den Orten (teilweise hätte ich eine angehängte Karte sehr gut gefunden), auch haben mich die Meinungen einiger Personen ziemlich aufgeregt, dass ich das Buch hin und wieder zur Seite legen musste, um mich abzureagieren (zum Beispiel beim Verrat der Brüder). Zahras Geschichte fand ich aber wunderbar lebendig, und sehr emotional. Ob es sie gegeben hat oder nicht, war mir schnell unwichtig, es galt nur, zu erfahren wie sie weiterleben kann. Wie das so meine Tradition ist, habe ich auch bereits nach den ersten Kapiteln die letzte Seite gelesen, und das schürte meine Neugier noch mehr, wie Zahra nun zu ihrem Mann kam (was zu Anfang des Buches einfach völlig ausgeschlossen scheint). Und etwa bei der Hälfte des Buches schien es, als käme die Liebesgeschichte endlich ins Rollen, aber dann kam doch wieder alles anders. Ich hatte Herzklopfen und Schweißausbrüche, als Zahra über ein halbes Jahr im Kerker schmoren musste. Durch Mitgefühl wollte ich weiterblättern, schneller lesen, um die Muslimin endlich von ihrem Leid erlösen zu können! Der Schreibstil der Autorin war auch in ihrem zweiten Buch wieder sehr gewählt. Es war schnell zu bemerken, dass Lea Korte keine Umgangssprache schreibt, ihre Hauptpersonen drücken sich überlegt und gehoben aus, was wiederum angenehm für den Lesefluss war. Gegen Ende des Romans sind mir immer wieder kleine Bemerkungen aufgefallen wie er strich sich vom Nacken über den Hals, solche Kleinigkeiten finde ich wichtig für Geschichten. Es zeugt davon, dass die Autorin sich so tief in die Geschichte gesetzt hat, als wäre sie selbst dabei gewesen. Der zweite Roman von Lea Korte hat mich noch mehr mitgerissen als Die Nonne mit dem Schwert. Das lag sicher auch daran, dass Frau Korte bei ihrem zweiten Band einfach noch mehr Liebe zu ihrem Land empfunden hat, und auch mehr Freiheiten, weil ihre Hauptperson weniger als eine historische Persönlichkeit gebunden war. Ich freue mich sehr auf weiter Bände von Frau Korte, ob sie nun Geschichte aufarbeitet oder frei schreibt! Ein entscheidender Krieg - und eine verbotene Liebe 5 von 5 PunktenAndalusien, 15. Jahrhundert. Noch beherrschen die Mauren dieses Gebiet, doch sie stehen in ständigem Krieg mit den Kastiliern, an deren Spitze Königin Isabel steht. Die Muslimin Zahra wächst in Granada als Hofdame Aischas heran, der ersten Frau des Emirs Hassan. Nachdem sie eine Auseinandersetzung zwischen ihrem Bruder Yazid und zwei kastilischen Botschaftern mitbekommt und ihrer Herrin davon berichtet, wird sie zu deren Spionin und somit immer mehr hineingezogen in den Konflikt zwischen Christen und Muslimen, zwischen Mauren und Spaniern. Dazu kommt, dass sie seltsamer- und verbotenerweise immer wieder an einen der beiden Botschafter, Gonzalo, denken muss. Im Verlauf der Geschichte übernimmt Zahra einige wichtige und verantwortungsvolle, aber auch gefährliche Aufgaben für Aischa und kommt dadurch auch Gonzalo endlich näher. Doch die Probleme in ihrem Land und auch durch ihre Familie verhindern zunächst ein Happy End - ob es noch dazu kommt, will ich hier nicht verraten. "Die Maurin" ist meiner Meinung nach ein sehr guter historischer Roman. Man bekommt einiges mit von den Ereignissen damals und lernt etwas über die hochinteressante Geschichte Spaniens. Trotzdem stehen die fiktive Liebesgeschichte und die Abenteuer einer jungen Maurin im Vordergrund und es wird nie langweilig. Es gibt eine Dramatis Personae, eine Zeittafel, Stammbäume und ein Glossar mit Erklärungen der arabischen Begriffe. Alles in allem also ein sehr gut recherchierter und auch spannender Roman, der nicht nur den Fans historischer Geschichten zu empfehlen ist. Historisch spannend erzählte Familiensaga 4 von 5 PunktenIn den Wirren des Untergangs des maurischen Königreichs Andalusien wächst Zahra am Hofe des Emirs zu einer Verbündeten der Sultanin Aischa heran. Aischa trägt ihr im Laufe der Jahre mehr und mehr Aufgaben zu. Durch diese Aufgaben erfährt Aischa Dinge, die ihr Mann Hassan vor ihr verborgen hält. Dem Emir von Granada widerstrebt es, dem kastilischen Königreich noch länger Tribut zu zahlen. Stattdessen will er gegen die Spanier kämpfen. Zahra und ihre Familie werden in diese Kämpfe mit hineingezogen, denn es ist ihr Halbbruder, Yazid, der direkt mit Hassan zusammenarbeitet. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Mutter von Zahra, die zweite Frau ihres Vaters Abdarrahman, Leonor, konvertierte Christin ist. Somit entsteht innerhalb der Familie ein Religionsunfriede, der in einer Tragödie endet. Im Laufe der Jahre wird Zahra immer tiefer in die Wirren des Religionskrieges hineingezogen. Und obwohl sie sich in den Spanier Gonzalo verliebt, wird sein Bruder Jaim ihr Schicksal... Kritische Worte Lea Korte beschreibt in ihrem zweiten historischen Roman ein lebendiges Spanien im ausgehenden 15. Jahrhundert. Die Szenerie wirkt äußerst plastisch, als Leser habe ich mich sofort wohlgefühlt. Leas Schreibstil ist sehr erfrischend, flüssig. Für Nichtleser des Genres sei an dieser Stelle gesagt, dass historische Romane keineswegs den Staub eines Geschichtsbuchs mit sich bringen müssen. Ich selbst durfte mich durch dieses Buch davon überzeugen. Sehr gut gelingt es Lea historisch authentische Ereignisse in die Handlung rund um Zahras Leben einzubinden. Einziges Manko an diesem ansonsten hervorragenden Roman: Der letzte Teil der Geschichte verläuft etwas zu schnell. Hier hätte Lea den Verlauf der Geschichte etwas ausführlicher schildern können. Dann jedoch wäre Sie kaum unter 800 Seiten geblieben. Mein Fazit Lea Korte schreibt lebendige Geschichte. Lebendige Geschichte ist äußerst lesenswert, da der Scharm staubigen Geschichtsunterrichtes gar nicht erst aufgewirbelt wird. |
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