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Atlas der abgelegenen Inseln: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde von Judith SchalanskyGebundene Ausgabe von Mare VerlagPreis bei Amazon: EUR 34,00, Angebote ab EUR 30,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3866481179, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 5. |
5 Kundenrezensionen:Geburtstagsgeschenk 5 von 5 PunktenAuf den Tipp einer Freundin hin bestellte ich den Atlas der abgelegenen Inseln als Geburtstagsgeschenk für meine Schwester. Die Idee war so gut, dass ihr das Buch doppelt geschenkt wurde. Obwohl es sehr abwechslungsreiche und auch informative Geschichten enthält, wurde eins wieder umgetauscht. Mit dem übrig gebliebenen ist meine Schwester glücklich und zufrieden. Leider keine Bilder drin 4 von 5 PunktenIch hab mir dieses Buch geholt und wollte es eigentlich ursprünglich verschenken. Es gefiel mir allerdings beim Durchblättern so gut, dass ichs dann doch für mich behalten habe. An sich ist dieses Buch ein sehr außergewöhnliches Buch und ist für alle Menschen geeignet, die Karten lieben. Auf jeder Doppelseite ist jeweils eine Insel mit Karte und einem Text dazu. Der Text ist unterschiedlich. Mal ist er geschichtlich, mal eine Anekdote oder mal eine Auszug aus einem Logbuch. Insgesamt sehr spannend gehalten. Mein einziges Kontra ist, dass keine Bilder darin sind. Aber vielleicht hätte das auch den Stil des Buches zerstört. Mein Tipp: Einfach, nachdem man etwas über eine Insel gelesen hat, mal bei Wikipedia nachblättern. In Kombination sehr interessant. -> Kaufempfehlung, gut als Geschenk geeignet! Moderner Karl May 2 von 5 PunktenIn Anlehnung an Dr. T. möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass ich gelernter (studierter) Geograph bin und auch vieles von der Welt gesehen habe. Mir kommt es vor, als ob die Autorin den Versuch unternommen hat, möglichst unbekannte Eilande dem geneigten Leser nahezubringen - Eilande, von denen er in den meisten Fällen vermutlich nie etwas gehört hat, geschweige denn, jemals diese bereisen wird. Allerdings: Frau Schalansky war ebenfalls noch nie dort und hat ihre Erkenntnis bestenfalls aus Wikipedia oder irgendwelchen (kruden?) Nachschlagewerken gewonnen. Es kommt mir vor, als ob sie - wie anno dazumal Karl May - den Unwissenden die Welt erklären will. K.M. war zu Beginn seiner Schilderungen noch nie in Amerika, Afrika oder wo auch immer gewesen. Trotzdem hat er es geschafft, die Leser dank seiner Phantasie in den Bann zu ziehen - und Dank der sehr schönen Gestaltung/Typografie und des flüssigen Schreibstils schafft auch Frau Sch. das Gleiche. Man kann es gut finden, muss es aber nicht.... Richtig Retro 3 von 5 PunktenEin sehr spezielles und elegantes Buch allerdings ist der Preis dafür doch deutlich zu teuer. Man kann auch insellos glücklich sein 5 von 5 PunktenDas schönste am Reisen ist das Planen, bei dem was danach kommt wird man in der Regel enttäuscht, außer man kennt sich aus und weiß was einen erwartet. Bei einem der schönsten Reisebücher der letzten Jahre, Judith Schalanskys Atlas der abgelegenen Insel, macht sich die Autorin nicht mal die Mühe, die von ihr aufgelisteten und liebevoll kartographierten 50 Inseln aufzusuchen, zu unwirtlich, zu mühsam die Anfahrt, zu schaurig die Geschichte, dass sie auf den letzten Teil der Reise, wie die Ameisen bei Ringelnatz, die nach Australien reisen wollten, verzichtet. Nicht weil ihr die Beine wehtun, sondern weil die Phantasie manchmal ein treuerer Reisegenosse ist. |
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Blau steht dir nicht: Matrosenroman von Judith SchalanskyGebundene Ausgabe von MAREBUCHVERLAGPreis bei Amazon: EUR 18,00, Angebote ab EUR 6,19 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3866480784, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: 1 |
2 Kundenrezensionen:Eindrücke stehen im Vordergrund 4 von 5 PunktenIm eigentlichen Sinne ist Blau steht dir nicht" kein Roman, auch kein Matrosenroman". Die romanhaften Episoden über die kleine Jenny auf Usedom werden durchbrochen von einer Ich-Erzählerin, die auf ihren Reisen nach Riga, Odessa, New York und schließlich zurück nach Usedom und Greifswald Eindrücke schildert, die bestimmt sind vom Visuellen und Assoziativem. Und so ist dieses Buch eine eigenartige, aber doch stimmige Mischung aus der Geschichte der kleinen Jenny, die Matrosen liebt, und aus einer erwachsenen Ich-Erzählerin, die sich aufmacht, zu begreifen, was das für eine Sehnsucht ist, die die Matrosenuniformen in ihr geweckt haben. Fotos, die immer wieder in den Text gestreut wurden, lenken vom Lesen und Sich-selbst-ein-Bild-Machen ab, bieten bereits vorgefertigte Bilder zum Vergleich, zum Verharren, zu weiteren Vorstellungen. Und natürlich gehört zu dieser Mischung die Sprache der Autorin, die in ihrer Poesie und Melodie durchaus zu verzaubern weiß. Blau steht dir nicht" ist keine leicht verdauliche Lektüre. Die Poesie und die Idee, die hinter diesem Buchprojekt steckt, vermag sicher nicht jeden Leser durchgängig zu fesseln. Da es keine wirkliche Handlung gibt, stehen die Eindrücke im Vordergrund. Es wird viel beschrieben, viel assoziiert, es werden viele gut recherchierte Informationen eingestreut. Man erkennt eine sprachgewandte und kluge Autorin, aber man sollte keinen Roman, keine Geschichte im herkömmlichen Sinne erwarten. Wer Sprache mag und eine gewisse Experimentierfreude mitbringt, sollte sich Judith Schalanskys Matrosenroman Blau steht dir gut" auf jeden Fall einmal ansehen. Wer Romane mit gut konstruierten, stringenten Handlungen bevorzugt, wird an diesem hier wahrscheinlich weniger Freude haben. Glückwunsch! 5 von 5 PunktenNoch während ihres Studiums beglückte Judith Schalansky die weltweite Grafikdesignszene mit "Fraktur mon amour" - einer Liebeserklärung an die gebrochenen Schriften. Der Titel wurde zum Bestseller und trug zum Hype der Fraktur bei. Jetzt reussiert sie auf literarischem Terrain: Ein bezauberndes Buch voll Sehnsucht, das man leise Seite für Seite genießt. Weil es hervorragend geschrieben - und gestaltet - ist. Großes Kompliment! Man darf gespannt sien, was Judith Schalansky als nächstes anpackt... |
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Adfontskalender - Ein typografischer Adventskalender: Wandschmuck und Schriftfundgrube von Judith SchalanskyBroschiert von Schmidt, H, MainzPreis bei Amazon: EUR 15,00, Angebote ab EUR 11,36 ISBN: , Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
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Fraktur mon Amour von Judith SchalanskyGebundene Ausgabe von Schmidt (Hermann), MainzPreis bei Amazon: EUR 49,80, Angebote ab EUR 39,80 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3874397483, Erscheinungsdatum: August 2008, Auflage: 2 |
3 Kundenrezensionen:Tolles Buch mit enttäuschendem Anhang 3 von 5 PunktenDas Buch macht sich wirklich chic mit seinem schwarzen Einband und dem pinken Seitenschnitt. Auch die ausgewählten Schriften überzeugen, ebenso die grafische Aufbereitung. Doch leider ist nur ein Bruchteil der gezeigten Schriften auf der CD vorhanden und gerade die aufregendsten fehlen. Sie sind auch oftmals nicht unter der Quellenangabe zu finden - weder frei noch kostenpflichtig. Daher nur 3 Punkte. Alpenmurmeltier im Sack 1 von 5 PunktenDas hochgelobte Buch zur Fraktur, habe es in unserer Hochschulbibliothek endlich zur Ausleihe bekommen. Optisch ein Hingucker, keine Frage. Für Fraktur-Kenner und Insider eher der Witz des Jahrtausends, auf den ersten Blick, dann doch Entäuschung pur. Alles Free-Fonts (im Internet kostenlos zum Download erhältlich), die zum größten Teil aus der DS-Type Library, von Manfred Klein, Larabie u.a. stammen. Die DS-Schriften hatte ich bereits auf dem Rechner. 50 ? die man in eine kurze online-free-download session investieren kann, zumal man sich die 50 Euro und einen Staubfänger mehr spart. DS-Fonts kann ich ja noch verstehen, hier steckt Qualität dahinter, sauber und akurat digitalisierte Schriftschnitte nach historischen Vorbildern. Manfred Klein, Larabie und der ganze Rest, warum diese Obskuritäten in diesem Buch zu finden sind, ist mir ein Rätsel. Die weitere Aufmachung ist dann doch billig, Null Recherche, in Schriftgeschichte gibts ne glatte 6. Koch, Klingspor, Thannhäuser, Wolpe, Zapf u.v.m. das sind die Namen die hier fehlen. Wer eine tiefere Aufarbeitung zu dem Thema sucht, der wird bitter enttäuscht sein, kauft euch lieber antiquarische Autobiografien der echten Fraktur-Meister oder Schriftmusterbücher der alten Schriftgießereien (Berthold, Monotype, Stempel etc.), da habt ihr wenigstens was fürs Geld. Für den Versuch und das klägliche Scheitern gibts 1 Sternchen. Es lebe die typographische Allgemeinbildung! 4 von 5 PunktenFür Nicht-Typographen: Als vorwiegender PowerPoint-, Word-, und PDF-User habe ich Fraktur mon Amour in der Erstausgabe vor einem Jahr gekauft und die mitgelieferten, übersichtlich geordneten Schriften installiert. Seither greife ich laufend sowohl auf die Schriften als auch das Buch zurück: hatte ich Fraktur bislang eher als "Altdeutsche Schrift" gesehen, wurde ich durch den kurzen Essay und die opulent fluoreszierenden graphischen Studien rasch eines Besseren belehrt. Fraktur ist - siehe zuletzt etwa das Cover von "Feuchtgebiete" - absolut zeitgemäß, und Fraktur mon Amour der kompakte (!) Einstieg in eine Welt voll unentdeckter Schätze, mit denen es mir spielend leicht gelungen ist, einen persönlichen und hochoriginellen Look abseits der Office-Standardkost zu erstellen. Für Spezialisten: Judith Schalanskys einleitender Essay gibt relativ wenig ihres zweifellos vorhandenen Fachwissens Preis, und konnte ohne weiterführenden Quellen- oder Leseangaben die Neugierde auch eines Anfängers nicht restlos stillen. Stattdessen geht es direkt in die Praxis, die im wesentlichen aus Shareware-Fonts besteht; begehrte Adobe-Ware gibt es auch hier nicht gratis. Indem die Autorin eine brauchbare und streng reduzierte Auswahl aus tausenden Freefonts trifft, ist aber zumindest für Fraktur-Einsteiger ein Mehrwert gegeben. Und das Buch selber, mit seinem gegilbten Papier und dem Einband einer S&M-Bibel, werden bibliophile Typographen in ihrer Sammlung nicht missen wollen! Fazit: Wer es wie ich gewohnt war, nur mit Standardfonts zu arbeiten, wird Fraktur mon Amour definitiv als eine große Bereicherung erleben. Es war für mich eine völlig neue Erfahrung, Fraktur auf Wirtshaustafeln, in Antiquariaten, oder auf Hip-Hop Shirts bewußt und mit ästhetischem Genuss zu lesen; und im Anschluss daran auch selber damit zu punkten, auf Flyern, Essays und mit einem Augenzwinkern sogar im Business-Kontext. Darüber hinaus ist Judith Schalansky 'populäre', bibliophile und mehrfach ausgezeichnete Aufbereitung eines typographischen Spezialthemas ein auch (und gerade) von Spezialisten absolut zu würdigendes Verdienst. |
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Fraktur mon Amour von Judith SchalanskyGebundene Ausgabe von Schmidt Hermann VerlagPreis bei Amazon: EUR 49,80, Angebote ab EUR 38,00 ![]() 2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3874396967, Erscheinungsdatum: März 2006, Auflage: 1 |
3 Kundenrezensionen:Tolles Buch mit enttäuschendem Anhang 3 von 5 PunktenDas Buch macht sich wirklich chic mit seinem schwarzen Einband und dem pinken Seitenschnitt. Auch die ausgewählten Schriften überzeugen, ebenso die grafische Aufbereitung. Doch leider ist nur ein Bruchteil der gezeigten Schriften auf der CD vorhanden und gerade die aufregendsten fehlen. Sie sind auch oftmals nicht unter der Quellenangabe zu finden - weder frei noch kostenpflichtig. Daher nur 3 Punkte. Alpenmurmeltier im Sack 1 von 5 PunktenDas hochgelobte Buch zur Fraktur, habe es in unserer Hochschulbibliothek endlich zur Ausleihe bekommen. Optisch ein Hingucker, keine Frage. Für Fraktur-Kenner und Insider eher der Witz des Jahrtausends, auf den ersten Blick, dann doch Entäuschung pur. Alles Free-Fonts (im Internet kostenlos zum Download erhältlich), die zum größten Teil aus der DS-Type Library, von Manfred Klein, Larabie u.a. stammen. Die DS-Schriften hatte ich bereits auf dem Rechner. 50 ? die man in eine kurze online-free-download session investieren kann, zumal man sich die 50 Euro und einen Staubfänger mehr spart. DS-Fonts kann ich ja noch verstehen, hier steckt Qualität dahinter, sauber und akurat digitalisierte Schriftschnitte nach historischen Vorbildern. Manfred Klein, Larabie und der ganze Rest, warum diese Obskuritäten in diesem Buch zu finden sind, ist mir ein Rätsel. Die weitere Aufmachung ist dann doch billig, Null Recherche, in Schriftgeschichte gibts ne glatte 6. Koch, Klingspor, Thannhäuser, Wolpe, Zapf u.v.m. das sind die Namen die hier fehlen. Wer eine tiefere Aufarbeitung zu dem Thema sucht, der wird bitter enttäuscht sein, kauft euch lieber antiquarische Autobiografien der echten Fraktur-Meister oder Schriftmusterbücher der alten Schriftgießereien (Berthold, Monotype, Stempel etc.), da habt ihr wenigstens was fürs Geld. Für den Versuch und das klägliche Scheitern gibts 1 Sternchen. Es lebe die typographische Allgemeinbildung! 4 von 5 PunktenFür Nicht-Typographen: Als vorwiegender PowerPoint-, Word-, und PDF-User habe ich Fraktur mon Amour in der Erstausgabe vor einem Jahr gekauft und die mitgelieferten, übersichtlich geordneten Schriften installiert. Seither greife ich laufend sowohl auf die Schriften als auch das Buch zurück: hatte ich Fraktur bislang eher als "Altdeutsche Schrift" gesehen, wurde ich durch den kurzen Essay und die opulent fluoreszierenden graphischen Studien rasch eines Besseren belehrt. Fraktur ist - siehe zuletzt etwa das Cover von "Feuchtgebiete" - absolut zeitgemäß, und Fraktur mon Amour der kompakte (!) Einstieg in eine Welt voll unentdeckter Schätze, mit denen es mir spielend leicht gelungen ist, einen persönlichen und hochoriginellen Look abseits der Office-Standardkost zu erstellen. Für Spezialisten: Judith Schalanskys einleitender Essay gibt relativ wenig ihres zweifellos vorhandenen Fachwissens Preis, und konnte ohne weiterführenden Quellen- oder Leseangaben die Neugierde auch eines Anfängers nicht restlos stillen. Stattdessen geht es direkt in die Praxis, die im wesentlichen aus Shareware-Fonts besteht; begehrte Adobe-Ware gibt es auch hier nicht gratis. Indem die Autorin eine brauchbare und streng reduzierte Auswahl aus tausenden Freefonts trifft, ist aber zumindest für Fraktur-Einsteiger ein Mehrwert gegeben. Und das Buch selber, mit seinem gegilbten Papier und dem Einband einer S&M-Bibel, werden bibliophile Typographen in ihrer Sammlung nicht missen wollen! Fazit: Wer es wie ich gewohnt war, nur mit Standardfonts zu arbeiten, wird Fraktur mon Amour definitiv als eine große Bereicherung erleben. Es war für mich eine völlig neue Erfahrung, Fraktur auf Wirtshaustafeln, in Antiquariaten, oder auf Hip-Hop Shirts bewußt und mit ästhetischem Genuss zu lesen; und im Anschluss daran auch selber damit zu punkten, auf Flyern, Essays und mit einem Augenzwinkern sogar im Business-Kontext. Darüber hinaus ist Judith Schalansky 'populäre', bibliophile und mehrfach ausgezeichnete Aufbereitung eines typographischen Spezialthemas ein auch (und gerade) von Spezialisten absolut zu würdigendes Verdienst. |
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Die Sprache des Windes: Wie ein Admiral aus dem 19. Jahrhundert Wissenschaft in Poesie verwandelte von Scott HulerGebundene Ausgabe von Mare VerlagPreis bei Amazon: EUR 23,00, Angebote ab EUR 17,16 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3866481144, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 2. |
3 Kundenrezensionen:Schöner Band, enttäuschender Inhalt 2 von 5 PunktenIch habe das Buch zu Weihnachten bekommen, weil bekannt ist, dass ich mich als begeisterter Segler für alles interessiere, was mit Wind zu tun hat. Das Buch vom Mare Verlag ist ansprechend gestaltet und ich stürzte mich sofort drauf. Ich erwartete mir eine faszinierende Mischung von Biographie und literarischer Gestaltung wie etwa in Sten Nadolnys "Entdeckung der Langsamkeit" oder Erskine Childers' "Das Rätsel der Sandbank", um nur zwei Beispiele zu nennen. Meine Erwartungen wurden aber so sehr enttäuscht, dass ich jetzt - ganz entgegen meinen sonstigen Lesegewohnheiten - auf Seite 204 aufgegeben habe. Es ist die Geschichte eines Journalisten, der eher zufällig auf Beauforts Windskala gestoßen ist und sich in dieses Thema verbissen hat. Als leider eher unbedarfter Forscher versucht er, die Entstehung und die Bedeutung der Skala aufzudecken. Dabei gibt er aber auf, sobald sich ein Widerstand oder eine Unklarheit zeigt und fängt irgendwo anders an zu recherchieren. Dadurch kommt es zu unzähligen Wiederholungen, Details werden breit ausgewalzt, überhaupt hat der Text etwas Zufälliges, er ähnelt einem ausgeschütteten Zettelkasten eher als einem durchkomponierten Text. Ärgerlich sind die Abbildungen: Reprints der Beaufortskala in verschiedenen Publikationen mit minimalen Änderungen und Karten Beauforts sind so klitzeklein abgedruckt, dass es unmöglich ist, darauf irgendetwas zu erkennen. Unerträglich ist dann die Passage, wo der Autor beschreibt, wie er auf dem Großsegler "Europa" eine Woche ohne Wind verbringt, und wo er dann versucht das Erlebnis des Segelns in Worte zu fassen. Wenn ich keinen blassen Schimmer von Autos habe, schreibe ich nicht über die Formel 1! Ich glaube kaum, dass ich noch die Energie aufbringen werde, mich durch die restlichen 70 Seiten (bis zu den Anhängen) durchzuquälen. Die Sprache des Windes 5 von 5 PunktenNorthumberland Square: Schnur der Fahnenstange flattert, schlägt aber nicht gegen den Mast Scott Huler auf den Spuren Beauforts. Die Windscala steht im Mittelpunkt des Buches. Huler verfolgt ihre Geschichte mit großer Leidenschaft. Er hat ein gelehrsames Buch nicht nur über die Beaufort-Scale geschrieben. Nein, die Ausflüge in die Wissenschaftsgeschichte sind ebenso lesenswert. "Eine kalte Luftmasse rückt auf eine warme vor und die Turbulenzen an deren Grenze verursachen Stürme. Diese Theorie entwickelte erstmals der norwegische Meteorologe Vilhelm Bjerknes während des ersten Weltkrieges (!). So lag es nahe, dass er die unbeständigen Grenzen dieser Luftmassen als Fronten bezeichnete." Immer wieder stellt er die deutliche, sämtliches Überflüssiges weglassende Sprache der Beaufort Skala (sie kommt mit 110 Wörtern aus) in den Vordergrund. Er zeigt auch auf, welche Bedeutung z.B. die Standardisierungsbemühunngen im 19. Jahrhundert für die Entwicklung u.a. auch für die Naturwissenschaften hatte. Das Buch bringt viel Lesevergnügen und, wenigstens für mich, viel Wissenszuwachs! Ein Admiral des 19. Jahrhunderts und seine poetische Sprache 5 von 5 PunktenDas vorliegende Buch von Scott Huler setzt sich auf die Spur von Admiral Francis Beauforts, einem Seefahrer des 19. Jahrhunderts und intellektuellem Feingeist. Scott Huler beschreibt dabei gekonnt die Stimmung und gibt auch die wissenschaftliche Präzision wieder, derer sich Admiral Beaufort so oft bediente. Mit dem Roman DIE SPRACHE DES WINDES wird der Bereich Seefahrt und Wissenschaft zusammengeführt - das Ergebnis ist eine unbezähmbare Leidenschaft alles Seefahrerische in Kategorien und Skalen zu bannen. Woher kommt die Beaufort Skala? Warum entschloss sich der ansonsten sehr schweigsame und stille Beaufort zu einer solchen Skala und woher nahm er die fast philosophisch anmutenden Beschreibungen? Teils sehr knapp und doch so treffend, so charakterisierte Beaufort den Wind in all seinen Ausprägungen. Das Buch DIE SPRACHE DES WINDES von Scott Huler nimmt sich einesteils die Lebensgeschichte des Admirals Beaufort vor und führt und interessant und mit viel Zuneigung durch dieses besondere Leben. Doch auch die Skala und die von Beaufort entwickelten Instrumente und sonstigen Errungenschaften sind Teil dieses guten Buches. Es ist sehr interessant dieses Leben so offen zu sehen und darin herum zu blättern und mit Scott Huler ist jemand dazu berufen worden, welcher selbst den Wind verehrt und zudem Beaufort mag. Scott Huler hat gut recherchiert, er hat es verstanden seine Fakten und sein Wissen positiv und leicht in einen Buch wie DIE SPRACHE DES WINDES umzusetzen. Mir persönlich hat dieses Sachbuch gut gefallen, es hat mir Admiral BEAUFORT nahe gebracht, ich kann nun diese historische Gestalt besser fassen und habe sie auch schätzen gelernt. Die Sprache des Windes ist manchmal wie ein säuseln, wie leichte Schaumkronen auf dem Meer, doch es kann auch ein tiefes Stöhnen daraus werden, als wären die Pforten der Hölle geöffnet. Wer Wind mag, wird Beaufort leiben, doch wer auch den Sturm schätzt, erkennt das Potential dieses Buches und die Arbeit von Scott Huler, welche darin zum Ausdruck kommt. Sehr empfehlenswert! |
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Atlas of Remote Islands von Judith SchalanskyGebundene Ausgabe von Penguin (Non-Classics)Preis bei Amazon: EUR 21,99 ISBN: 014311820X, Erscheinungsdatum: Sept. 2010 |
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Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow von William Lithgow, Roger WillemsenGebundene Ausgabe von MarePreis bei Amazon: EUR 24,00, Angebote ab EUR 14,53 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3866481128, Erscheinungsdatum: Sept. 2009, Auflage: 2. |
4 Kundenrezensionen:Danke Mare! 4 von 5 PunktenWundervoll diese drei Reiseberichte! Witzige, wunderbar subjektive Ansichten einer Zeit, die uns so fern und manchmal wiederum so nah erscheint. Am Vorabend des 30jährigen Krieges wandert ein protestantischer Schotte einfach mal quer durch Europa, den nahen Osten und Nordafrika. Unglaublich !? Mein Dank gilt dem Mare-Verlag für die Übersetzung dieses Schatzes der Reiseliteratur und für den schönen Einband, den wunderbaren mehrfarbigen Schriftsatz und die Erläuterungen im Anhang. Für die absolut unpassenden Illustrationen, die den Gesamteindruck dann doch etwas trüben, gibt es einen Stern Abzug! Der erste Pauschal Tourist und streitbarer Charakter 4 von 5 PunktenDer erste Reisführer, erschienen lange bevor die Standardwerke der Touristik und Massenpauschaltouristen die Gestade fremder Weltmeere eroberten. DIE WUNDERSAMEN IRRFAHRTEN DES WILLIAM LITHGOW herausgegeben von Roger Willemsen entführt uns in die galle-bitteren Ansichten eines Schneiders, welcher zu Recht als der erste Pauschaltourist der Welt gelten darf. Anscheinend war das Werk bislang in Deutschland unbekannt und nicht in unsere Sprache übersetzt, daher erscheint es hier erstmals im Mare Buchverlag. Als Pauschal Urlauber verteilte der Schneider William Lithgow auch gerne Pauschalurteile, diese dürften gerade heute dem ironisch gesinnten und durchaus auch noch heute überkritischem Pauschal - Touristen gefallen. Eines vorab gleich vorweg, der Protagonist WILLIAM LITHGOW ist ein ganz übler Zeitgenosse gewesen, voller Vorurteile, böser Vorahnungen und ein Rassist war er bestimmt auch - dennoch ist sein Reisebereicht eine Quelle der Freude, denn es ist wohl der erste Reisebericht eines ganz normalen Touristen in Europa und das vor dem 30jährigen Kriegs, Die Italiener allesamt verkommen, die Griechen Sodomiter und über die Araber und Jesuiten wollen wir erst gar kein Wort verlieren. WILLIAM LITHGOW hat wohl das loseste Mundwerk aller Zeiten gehabt, bitterböse Kommentare zu Madonnen, religiöser Verehrung und politischen Ansichten. Sprüche und bissige Bemerkungen auf jeder Seite und einen Schlag ins Genick für jedermann. Gegen alle Kritiker hat er ebenfalls geschossen, mögen sie allesamt tot umfallen und in nicht länger behelligen. WILLIAM LITHGOW der erste Kritiker wie er im Buche stand, keine Freunde, keine Feinde und ein böses Wort für und gegen alles. Wer allerdings einmal einen wirklich ungewöhnlichen Reisebericht lesen möchte und zudem ein paar sehr gelungene Illustrationen von PAPAN dazu sehen möchte, der wird mit DIE WUNDERSAMEN IRRFAHRTEN DES WILLIAM LITHGOW herausgegeben von Roger Willemsen vollauf begeistert sein. Empfehlenswert! Das nenne ich ein echtes Fundstück 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch eher zufällig, beim Rumstöbern gefunden und fand es gleich seltsam interessant. Und das ist es auch und überdies auch noch wahnsinnig unterhaltsam und witzig, weil absolut nicht p.c. Dieses Buch ist in jeder Hinsicht unglaublich: ziemlich genau 400 Jahre, nachdem der schottische Schneider William Lithgow in die Welt hinausgezogen ist, erscheinen seine Reiseerzählungen zum ersten Mal auf Deutsch. Man fragt sich, warum vorher noch keiner auf die Idee gekommen ist, das Buch herauszubringen, denn Lithgows Berichte heben sich wirklich ab vom Gros der Reiseliteratur er ist der Inbegriff der politischen Inkorrektheit Er flucht, statt zu preisen, das ist ein großer Spaß, genau wie die dazu passenden Illustrationen von Papan. Roger Willemsen hat ein schönes Vor- und Nachwort geschrieben eine runde Sache, dieses Buch, und ein ideales Weihnachtsgeschenk!! Ein Schneidergeselle mit abgeschnittenen Ohren 4 von 5 PunktenWilliam Lithgow war schottischer Schneiderjunge, Weltreisender und Reiseschriftsteller. Er soll angeblich 58.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben. Als er im Jahr 1603 als 21Jähriger unter einem Fenster seine Liebste besang wie einst Romeo seine Julia, schnitten ihm die Brüder der Angebeteten beide Ohren ab. William beschließt daraufhin, in den Orient aufzubrechen, um den Verlust der Ohren unter einem Turban verstecken zu können. Seine Wanderungen führten ihn quer durch Europa, Arabien, Ägypten und Abessinien. Sein Reisetagebuch ist in England erstmals im Jahr 1632 erschienen, wurde dann verschiedentlich neu aufgelegt und erscheint nun zum ersten Mal in deutscher Sprache. Als Herausgeber dieses eigensinnigen und kuriosen Reiseberichts konnte Roger Willemsen gewonnen werden, der ein sehr informatives und kurzweiliges Geleitwort verfasste, das auch ein Portrait des William Lithgows beinhaltet. William Lithgow besaß zweifelsohne eine scharfe Beobachtungsgabe, neigte aber gerne zu Pauschalurteilen und leicht galliger Misanthropie, was aber wiederum die unfreiwillige Komik dieses Buches ausmacht. Zur damaligen Zeit war das Reisen natürlich strapaziös und entbehrungsreich und William Lithgow musste so manche Demütigungen und Gewalttätigkeiten bis hin zur Folter der spanischen Inquisition ertragen. Doch war er ein Stehaufmännchen, trotzte allen Widrigkeiten und kehrte von seinen drei Reisen stets lebendig, wenn auch lädiert zurück. Lithgow nimmt kein Blatt vor dem Mund und seine kultiviert gepflegten Vorurteile, bösen Vorahnungen, drakonischen und polemischen Ansichten sind manchmal penetrant, aber eben auch erfrischend gewitzt und makaber. Er ist ein Querulant und ewiger Besserwisser, doch auch dankbare, versöhnende und lobende Worte finden sich an mancher Stelle. Natürlich nicht zu viel, denn Hohn und Häme kehrten stets zurück, egal ob Katholiken oder Türken, Italiener oder Griechen, ihr Fett bekommen sie alle ab. Die wundersamen Irrfahrten des negativen Odysseus" sind eine erheiternde und ungewöhnliche Leseerfahrung und vermitteln ein Bild der Welt des 17. Jahrhunderts, die ein schrulliger Schotte bereist, lamentierend und doch interessiert. |
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