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Produkt-Bild: Römische Geschichte: Von der Gründung der Stadt an

Römische Geschichte: Von der Gründung der Stadt an von Titus Livius

Gebundene Ausgabe von MARIXVERLAG
Preis bei Amazon: EUR 30,00, Angebote ab EUR 25,00

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 386539194X, Erscheinungsdatum: Juli 2009, Auflage: vollständige Ausgabe
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2 Kundenrezensionen:

Günstige Textausgabe leider mit einigen Makeln
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich habe vor einiger Zeit dieses Buch bereits bewertet und ihm damals vier Sterne gegeben. Nach vollständiger Lektüre nun, muss ich meine Voreilige Bewertung zurückziehen und leider nach unten anpassen. Diese Ausgabe beginnt ganz ordentlich (auch wenn ich persönlich einen Textkommentar vermisse), im zweiten Teil aber häufen sich peinliche Fehler (z.B. falsche Wiedergabe von Namen: "Casus" statt "Gaius" etc.).

Das ist sehr schade und trübt die anfängliche Freude, eine günstige Textausgabe erstanden zu haben. :(

marixverlag: hier besteht Verbesserungsbedarf!
Ab urbe condita
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Er war zwar nicht unbedingt der Schrecken aller Lateinschüler, immerhin haben aber seine Texte beziehungsweise ihre Übersetzung manchem schon ein wenig Kopfzerbrechen gemacht. Trotzdem - oder gerade deswegen: Titus Livius zu lesen ist heute ein wahres Vergnügen. Vor allem, wenn sein bedeutendstes Werk: "Römische Geschichte von der Gründung der Stadt an" in einer so vorzüglichen Übersetzung vorliegt. Lenelotte Möller erweist sich als Könnerin ihres Fachs. An der Übersetzung von Ciceros Briefen war dies festzustellen - und jetzt eben am Livius.

"Ab urbe condita" ist zum geflügelten Wort geworden. Das Zitat ist nicht nur von Titus Livius Patavinus (um 59 v. Chr. - etwa 17 n. Chr.). Er hat sich auch daran gehalten, in dem er wirklich "von Gründung der Stadt an" seine "Römische Geschichte" mit äußerster Genauigkeit aufgezeichnet hat. Dabei bewies er sich nicht nur als ausgezeichneter Historiker, sondern auch als blendender Schriftsteller. Für ihn war Rom zu Ruhm und Größe auserkoren. Dass es auch andere Zeiten geben sollte, die dieses Einschätzung konterkarieren sollten - er konnte und wollte es vielleicht auch nicht wissen.

Wir, die Nachgeborenen, die immer noch ein wenig von dem römische Erbe profitieren, können jetzt anhand dieser sehr schönen Ausgabe der "Römischen Geschichte" Gewinn bringend nachlesen, wie es war - oder wie Mommsen sagte, gewesen sein könnte.
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Produkt-Bild: Historischer Weltatlas

Historischer Weltatlas von Walter Leisering

Gebundene Ausgabe von MARIXVERLAG
Preis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 8,85

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3937715592, Erscheinungsdatum: Januar 2009, Auflage: Neuauflage.
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5 Kundenrezensionen:

Sehr hohe Kartenqualität zum geringen Preis
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der hier vorliegende Weltatlas hat meine Erwartungen voll getroffen. Die darin enthaltenen Karten spiegeln alle wichtigen Veränderungen der Herrschaftsverhältnisse wider, zum Teil sogar ab 7000 v. Chr. Sehr interessant und man sieht die Geschichte, wenn man im Atlas häufig genug gestöbert hat, in einer zusätzlichen "visuellen Dimension", was ja hilft, die Zusammenhänge, die dahinter stehen, sich besser zu merken. Was man von diesem Buch nicht erwarten kann, sind zusätzliche Erklärungen oder Texte, die in Geschichtsbüchern stehen.
Viel Leistung für wenig Geld.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Lizenzausgabe des renommierten Standardwerkes von Putzger aus dem Marix-Verlag bietet wirklich alles, was von einem Geschichtsatlas erwartet werden kann: Detailreiche und dabei trotzdem übersichtliche Karten in handlichem Format von der frühesten Vergangenheit bis zur Gegenwart. In der jüngst erschienen Auflage findet sich selbst eine Karte zu den aktuellen Konflikten im Irak und in Afghanistan.
Das Register bietet darüber hinaus zu jedem verzeichneten Ort eine Art Kurz-Glossar: Chronologisch werden alle Ereignisse aufgelistet, die in den Karten eingetragen sind.
Sehr empfehlenswert.
Spitze - das beste was ich finden konnte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Karten sind spitze, logisch, anschaulich. Ich habe sehr lange nach einem guten historischen Atlas gesucht. Alle großen und sehr teueren Atlanten, die ich mir angesehen habe, können mit diesem Atlast nicht mithalten. Ich lese mehrmals wöchentlich darin und schlage oft darin nach. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass nichts zur "Antike" Asiens, insbesondere Chinas und Japans, enthalten ist.
Tolles Nachschlagewerk für Geschichtsinteressierte
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Jeder Geschichts-Interessierte oder Leser historischer Romane kennt das: Man stolpert über Namen vergangener Königreiche, die man nicht so recht zuordnen kann. Man liest etwas über Feldzüge, deren Verlauf einem ganz schleierhaft ist. Man würde gerne etwas über geschichtliche Ereignisse erfahren, aber die Texte im Lexikon oder im Internet sind nicht so recht anschaulich.
Doch es gibt Abhilfe: Leiserings "Historischer Weltatlas" bietet auf 228 Seiten eine Fülle von Karten und historischen Informationen. Das Buch ist - auch dank des ausführlichen Registers - sehr übersichtlich. Die Karten sind in den verschiedensten Maßstäben angelegt, vom halbseitigen Stadtplan bis zur doppelseitigen Weltkarte.
Das Material deckt einen weiten Zeitraum von der menschlichen Frühgeschichte über die Antike, das Mittelalter und die Neuzeit bis heute ab. Der geografische Schwerpunkt liegt klar auf Europa, aber wer sich z.B. für indianische Hochkulturen interessiert, wird ebenso fündig. Dabei eignet sich der Atlas für den raschen Überblick ebenso wie für einen tieferen Einstieg.
Die Druckqualität ist, auch von der Farbgebung her, durchgehend sehr gut. Die reiche Auswahl an politischen, wirtschatlichen und militärischen Darstellungen lädt geradezu zum Schmökern ein.
Einziger Wermutstropfen: Das Format (eine doppelseitige Karte misst ca. 33x23cm) dürfte etwas größer sein. Allerdings wäre dann wohl auch das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu halten. Unterm Strich eine klare Kaufempfehlung!
Keine Frage, der Historische Weltatlas kann überzeugen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
160 Seiten des Atlas sind mit Karten der verschiedensten Couleur gefüllt. Die Bandbreite reicht von der Geschichte der Menschheit bis etwa 1500 v. Chr. bis hin zu der Krisenregion Naher Osten und Afghanistan mit einer Übersicht ethnischer Gruppen in Afghanistan von 2004. Das Kartenmaterial ist in 17 Kapitel gegliedert, welche sich chronologisch durch die Menschheitsgeschichte bewegen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Entwicklung Europas, die übrigen Kontinente werden in der Regel erst in ihrer neuzeitlichen Entwicklung berücksichtigt. Dies mag auf den ersten Blick sehr selektiv erscheinen, doch muss man auch bedenken, dass der Putzger als Atlas für den Gebrauch im Geschichtsunterricht gedacht ist. Die Karten sind sehr übersichtlich gehalten, auch Details kleinerer Karten sind noch gut leserlich. An die 160 Seiten mit Kartenmaterial schließt sich ein 62-seitiges, sehr ausführliches alphabetisches Register an

Die Abmessungen von 26,5 x 18 cm erscheinen relativ klein, sind im Hinblick auf den Verwendungszweck jedoch nachvollziehbar. Der Historische Weltatlas ist nicht als repräsentativer Wälzer für das Regal gedacht, sondern soll sinnvoll eingesetzt werden können. Mit einem Gewicht von etwa 740 Gramm ist er somit auch für den Transport in der Schultasche noch akzeptabel. Der Hardcovereinband gibt zusätzliche Stabilität für den täglichen Gebrauch.

Keine Frage, der Historische Weltatlas kann überzeugen. Aufgrund seines sehr humanen Preises ist er auch für finanzschwächere Käufer geeignet gerade günstige Angebote sind in dieser Sparte doch eher rar gesät. Die Auswahl der Karten ist zwar sehr europazentriert, für den Haus- und Schulgebrauch jedoch wunderbar geeignet. Der Historische Weltatlas aus dem Marixverlag ist somit eine Publikation, die bedenkenlos zum Kauf empfohlen werden kann.
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Produkt-Bild: Die großen Erfinder der Weltgeschichte

Die großen Erfinder der Weltgeschichte von Hubert Weitensfelder

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Preis bei Amazon: EUR 5,00, Angebote ab EUR 2,50

ISBN: 3865399444, Erscheinungsdatum: Februar 2009, Auflage: 1., Aufl.
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Produkt-Bild: Bibelausgaben, marixverlag : Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments

Bibelausgaben, marixverlag : Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments von Gustave Dore

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Preis bei Amazon: EUR 8,93, Angebote ab EUR 2,73

ISBN: 3932412583, Erscheinungsdatum: Oktober 2003, Auflage: 1
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Produkt-Bild: Leben der berühmtesten Maler, Bildhauer und Baumeister: Von Cimabue bis zum Jahre 1567

Leben der berühmtesten Maler, Bildhauer und Baumeister: Von Cimabue bis zum Jahre 1567 von Giorgio Vasari, Ludwig Schorn, Ernst Förster

Gebundene Ausgabe von MARIXVERLAG
Preis bei Amazon: EUR 20,00

ISBN: 3865392245, Erscheinungsdatum: April 2010, Auflage: 1., Auflage
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Produkt-Bild: Das Buch der kalten Saucen und Buttermischungen

Das Buch der kalten Saucen und Buttermischungen von Otto Schneider

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Preis bei Amazon: EUR 3,47, Angebote ab EUR 1,68

2,5 von 5 Punkten
2,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3865390935, Erscheinungsdatum: Februar 2006
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2 Kundenrezensionen:

nicht empfehlenswert
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
kann nur jedem abraten, dieses buch zu kaufen. die rezepte basieren fast alle auf einer basissosse. mayonnaise .... wird nur immer anders gewürzt. für diese rezepte braucht man wirklich kein kochbuch.
Schönes Geschenk
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich suchte ein Buch mit Rezepten für Dips u.ä. Hat mir schon wertvolle Dienste geleistet.
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Produkt-Bild: Reise um die Welt: Durch die Inselwelt des Pazifik

Reise um die Welt: Durch die Inselwelt des Pazifik von Louis-Antoine de Bougainville

Gebundene Ausgabe von MARIXVERLAG
Preis bei Amazon: EUR 24,00

ISBN: 3865398162, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1., Auflage
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Produkt-Bild: Das Buch von der Vagina: Unter dem Feigenblatt

Das Buch von der Vagina: Unter dem Feigenblatt von Francesco Valitutti, Diego Verdegiglio

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,89

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3937715533, Erscheinungsdatum: August 2004
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Eine Kundenrezension:

informativ
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
War sehr begeistert ... Die Rolle der Vagina in verschiedenen Kulturen, Epochen, in der Literatur, Musik ... Lustiges, Wissenswertes und Kurioses über Themen wie Menstruation und das Erste Mal. Sehr empfehlenswert.
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Produkt-Bild: Die Rückseite des Hakenkreuzes. Absonderliches aus den Akten des "Dritten Reiches"

Die Rückseite des Hakenkreuzes. Absonderliches aus den Akten des "Dritten Reiches" von Beatrice Heiber, Helmut Heiber

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Preis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 3,92

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3865390331, Erscheinungsdatum: August 2005, Auflage: 1., Aufl.
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5 Kundenrezensionen:

Viel Launiges, wenig nützliches
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Die Aussage dieses Buches lässt sich mit einem Satz zusammenfassen: Auch Mitglieder des engsten Kreises der NSDAP-Administration hatten ein Privatleben und einen Alltag.
Ist das eine Erkenntnis, die überrascht? Ich sage nein.
Diese Ansammlung von Rechnungen, Bittbriefen an die Parteizentrale, oder kuriosen Verordnungen aus dem Führerhauptquartier, vermittelt kaum etwas anderes, als die Tatsache, dass auch das Leben in Deutschland zwischen 1933 und 1945 nach fast genau denselben bürokratischen Regeln verlief, wie heute.

Ein mögliches Ziel dieses Buches mag es sein, Hitler als mythenumnebelte historische Figur zu entmystifizieren und als Menschen darzustellen. Nur so könnte man erklären, warum sich ein Historikerteam entscheidet, eine Leserschaft an einer 400 Seiten starken Sammlung von Belanglosigkeiten, Rechnungen und Lieferschreiben teilhaben zu lassen, nur weil sie an Adolf Hitler adressiert waren.
Der historische Aufklärungswert einer solchen Banalitätensammlung tritt da freilich komplett in den Hintergrund. Ein gewisses herablassendes Amüsement des Lesers gegenüber dem "braunen Alltag" scheint tatsächlich die einzige Absicht der Autoren zu sein - die Fußnoten der Autoren verstärken diesen Eindruck noch, und sind dem ohnehin sehr flachen Anspruch dieses Buches nicht gerade förderlich: Heisst es in einem Parteischreiben, über eine Rede Hitlers, es habe "keinen Widerspruch" gegeben, halten es die Herausgeber für angebracht, den Leser wissen zu lassen "dies wäre auch nicht ratsam gewesen." Bei einem von der Zensur abgefangenen Brief einer offenbar geistig verwirrten Frau an Hitler, in der sie behauptet, er sei der Vater ihrer vier Kinder, merken die Autoren spöttisch an, "harmlose Irre und spinnerte Erfinder" hätten sich schon immer "magisch zu Hitler hingezogen gefühlt." Ein mit landwirtschaftlichen Aufgaben betrauter Parteiminister, der in einem Schreiben eine obskure Methode der Bepflanzung einführen will, wird nachgesagt, er sei zwar "kein Spinner, habe aber aus taktischen Gründen Spinner gewähren lassen." Als Hitlers Jugendfreund August Kubizek in einem Schreiben zum Gemeindesekretär ernannt wird, lässt uns der Autor wissen "mehr ist er auch nicht geworden." Ein Hitlerjunge namens Fritz, der im Dezember 1944 einen bewundernden Brief an Hitler schreibt, und um Antwort bittet, muss sich den Kommentar gefallen lassen, "Auf die hat Fritzchen vergebens gewartet" und ein parteiinternes Schreiben aus dem selben Monat, das die Öffnung von Hitlers Post durch Sekretärinnen verbietet, wird mit der ungemein aufschlussreichen Bemerkung versehen: "Das sind so Sorgen - vier Monate bevor der Vorhang fällt."

Gerade bei den wenigen interessanten Schriftstücken dieser Sammlung, die nähere Analyse oder Interpretation verdient hätten, wird die Unwillig- oder Unfähigkeit der Historiker sich seriös mit dem Thema auseinanderzusetzen und vielleicht mit eigener Recherche zu glänzen deutlich: Als Hitler einmal zehn Liter Glyzerin in Rechnung gestellt werden, ziehen es die Autoren vor, die Frage, die dem Leser auf der Zunge liegt in der Fußnote zu wiederholen, anstatt sie zu beantworten: "Wofür mag Hitler zehn Liter Glyzerin benötigt haben"?
Es finden sich einige "Perlen" in dieser 400 Seiten starken Wüste aus Belanglosigkeiten: Diese betreffen in erster Linie Pläne Hitlers nach dem "Endsieg", oder Intrigen innerhalb der NSDAP diese wenigen Passagen, die tatsächlich einen historischen Mehrwert haben, liegen aber weit verstreut, und werden oftmals auch durch die dümmlichen Kommentare der Autoren banalisiert.
Man kann eine gewisse groteske Komik bei der Lektüre nicht abstreiten (etwa durch den Bittbrief eines Konditors, eine Torte nach Hitler zu benennen), dennoch bin ich geneigt zu sagen, dass dieses Buch zu 98 Prozent überflüssig ist. Die einzige Schlussfolgerung, zu der sich selbst der skeptischste Leser durchringen muss, ist dass man nicht umhinkommt, Hitler trotz allem eine unverrückbare Bescheidenheit und Nüchternheit zu attestieren, die ihn jeden Persönlichkeitskult ablehnen ließ; denn leidmotivisch ziehen sich durch dieses Buch die Bittschreiben, ob Bergmassive und sogar ganze Städte nach Hitler benannt werden dürfen sie werden alle abgelehnt (hier lohnt der vergleichende Blick nach Osten und "Stalin-Grad"). Auch sämtliche Anfragen von Künstlern, Hitler in einem Denkmal zu verewigen werden abgelehnt.

Ich wage zu behaupten, dass ein solches Buch über keine andere historische Epoche auch nur eine Auflage wert gewesen wäre: Wer sich also noch mal Detail davon überzeugen möchte, dass auch Adolf Hitler Lebensmittel bei einem Großhändler bestellte, und seine Kleider zum Ausbessern an eine Schneiderei senden musste, kommt hier auf seine Kosten. Ansonsten bleibt nur die reichlich banale Folgerung, dass auch der Alltag im Dritten Reich nicht viel spannender war, als heute.
Sehr interessant
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer sich mit der Geschichte des dritten Reichs beschäftigt, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen. Zwar werden hier nicht die ganz großen Leitlinien der damaligen Politik besprochen (die im Regelfall aber eh schon bekannt sein dürften) sondern die Durchdringung des Alltags durch den Nationalsozialismus und im besonderen durch Adolf Hitler selber. Es ist schon erstaunlich zu sehen, welchen Kultstatus der "Führer" bei einigen Zeitgenossen offenbar besessen hatte (was z.T. durch Skurilitäten, wie das Gesuch, eines Bäckers seine Kreation "Adolf-Hitler-Kuchen" nennen zu dürfen illustriert wird). Die zahlreichen Zitate aus den Akten zeigen eindrucksvoll die Verbindung zumindestens eines Teils des deutschen Volkes mit ihren Lenkern und der Ideologie des Nationalsozialismus sowie die schon fast "popstarartige" Verehrung des "Führers".
Ein beklemmend-faszinierendes Buch.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auf den ersten Blick mag eine Sammlung von Schriftstücken, ein Dokumentenband wie dieser, seltsam anmuten. Dies aber nur solange, bis der Leser merkt, wie sich ihm die Geschichte gerade wegen des ungewöhnlichen Blickwinkels geradezu faszinierend erschließt.
Die sorgfältig ausgewählten Texte zeichnen das Bild des Alltags im Dritten Reich viel deutlicher als manch andere Geschichtsdarstellungen. Die entscheidenden Ereignisse dieser Zeit sind, anders als es Titel und Klappentext vielleicht vermuten lassen, durchaus in die Betrachtung eingeflossen, nur legt dieser Blick "hinter die Kulissen" noch mehr offen, als es selbst Geschichtsdarstellung ausschließlich aus dem Blickwinkel "des kleinen Mannes" könnte. Der Blickwinkel der Entscheider, der Funktionäre, aber auch einfacher Beamter trägt zum Verständnis des nationalsozialistischen Systems und seiner Machtstrukturen bei.
Dabei sind die Dokumente so gut ausgewählt, daß man das Buch, hat man einmal mit dem Lesen begonnen, schwer wieder beiseite legen kann. Seien es nun die vielen Bittbriefe, etwa Apfelbaumplantagen, Glocken, Eichen, Torten und Städte nach Adolf Hitler benennen zu dürfen (und deren zumeist abschlägige Verbescheidung), seien es andererseits die Berichte über das Verhalten führender Funktionäre im Alltag (wir erfahren, daß es Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley mit der Straßenverkehrsordnung wenig genau nahm), seien es gegenseitige Anschuldigungen, Bespitzelungen und Machtkämpfe (Rosenberg gegen Ley und umgekehrt), Erstaunen und Erschrecken des Lesers wechseln bei der Lektüre oft.
Auch, und dies darf keinesfalls falsch verstanden werden, wirken manche der Dokumente gar unfreiwillig komisch, und der Leser, der über der Lektüre den Zusammenhang der schrecklichen Geschichte nicht vergessen wird, sieht sich hin und wieder zum Schmunzeln hingerissen - etwa bei der ernsthaften und ausführlichen Erörterung der germanischen Ursprünge des "Deutschen Grußes" durch Heben der rechten Hand, die im Januar 1945 (!) in vollem Gange war.
Insgesamt stellt das Buch eine sehr empfehlenswerte und wegen ihrer Ungewöhnlichkeit jedenfalls lesenswerte Stoffsammlung dar.
Amüsant-beängstigender Blick hinter die Kulissen des NS
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Absonderliches aus den Akten des Dritten Reiches" haben Beatrice und Helmut Heiber in diesem Buch zusammengetragen - und wirklich: Bei der Lektüre der vielen kurzen Ausschnitte aus Briefen, Aktennotizen, Memoranden und sonstigen amtlichen Schriftstücken läßt sich ein Lachen kaum unterdrücken. So etwa, wenn Frauen in glühender Verehrung für den Führer flammende Briefe an ihren Gauleiter zu Weiterleitung schreiben, oder wenn das Reichsinnenministerium sich schriftlich damit beschäftigt, wie in Zukunft verhindert werden soll, dass Kinder "Hitlerine" oder "Stahlhelmina" getauft werden. Doch das Lachen bleibt einem mit fortlaufender Lektüre im Halse stecken, denn die Aneinanderreihung von teilweise banalen schriftlichen Äusserungen auf meist unterster Ebene zeigt, wie gegenwärtig das Regime an der Basis gewesen sein muss, wie gross der Führerglaube in weiten Bevölkerungsteilen wohl war, dass er solche teilweise abstrusen Blüten trieb. Zum zweiten beschlich mich als Leser immer mehr das Gefühl, es hier mit einem Fanal typisch deutschen Verhaltens zu tun zu haben: Die meisten offiziellen Schriftstücke beschäftigen sich mit der Planung noch des kleinsten Vorgangs - das Leben jedes Einzelnen wurde damals anscheinend buchstäblich verwaltet. Insgesamt ein interessanter, manchmal amüsanter Einblick in den offziellen "Kleinkram" einer Diktatur. Leider ist das Buch etwas schlecht nach einzelnen Stichworten zu erschließen, denn das Inhaltsverzeichnis ist nicht sonderlich detailliert und ein Stichwortregister fehlt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Hochgradig seriös und umwerfend komisch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Helmut Heiber war lange Jahre Mitarbeiter am höchst renomierten Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München. Gleichzeitig besitzt er eine Charaktereigenschaft, die dem Klischee des von staubigen Bücherbergen umgebenen Historikers zunächst gar nicht so recht entsprechen will: ein erfrischender Sinn für skurrilen Humor und das Absurde im Alltäglichen.
Diese Kombination beschert uns ein Buch von höchstem Unterhaltungswert: 'Die Rückseite des Hakenkreuzes: Absonderlichkeiten aus den Akten des "Dritten Reiches"'. Knapp 600 unfreiwillig komische Führer-Erlasse, bizarre Briefwechsel zwischen den Parvenüs der ersten und zweiten Reihe, schräge Verwaltungsanordnungen sowie gänzlich geschmacklose Fanpost von zahlreichen Volksgenossen, auf die Heiber in Jahren der Archiv-Recherche für andere Projekte gestoßen ist, sind in dieser Edition versammelt. So tritt die ganze Lächerlichkeit und das kleinbürgerliche Spießertum einer totalitären Diktatur zutage, die sich selbst am liebsten in der Pose unerschrockener Helden wagnerschen Zuschnitts gesehen hat.
Fazit: "Die Rückseite des Hakenkreuzes" ist sowohl hochgradig seriös als auch umwerfend komisch und beleuchtet eine Facette des Nationalsozialismus, die bei aller berechtigten Priorität auf den Verbrechen und der abgrundtiefen Bösartigkeit des Regimes häufig zu kurz kommt.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Der Mensch und seine Zeichen. marixwissen

Der Mensch und seine Zeichen. marixwissen von Adrian Frutiger

Gebundene Ausgabe von Marixverlag
Preis bei Amazon: EUR 5,00, Angebote ab EUR 3,80

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 386539907X, Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Der Mensch und seine Zeichen. marixwissen

5 Kundenrezensionen:

Mehr als nur Zeichen und Symbole!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zeichen und Symbole zählen zum ältesten Kulturgut der Menschheit. Aus Sicht des weltbekannten Schweizer Schriftenwicklers, Adrian Frutiger, wird die Leserschaft über in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannte Zusammenhänge zwischen Symbolen, Bilderschrift und Schriftzeichen informiert. Wer sich für den Ursprung und die Entwicklung der Schrift interessiert, kommt um die Lektüre dieses handlichen Lehrbuches nicht herum. Neue Erkenntnisse liefern auch die Kapitel über manipulierte Schriftformen und über die Zahlenwerte.
Anschauliche Abbildungen runden das gelungene Werk ab, ohne die Leserschaft mit einer Flut an Fachinformationen lesescheu zu machen. Das fehlende Literaturverzeichnis kostet diesem Buch den sechsten Stern.
Zeichen setzen will gelernt sein
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
°
Eigentlich war es ein Fehlgriff, denn ich hatte eher ein Buch zu Symbol-Bedeutungen gesucht. Aber nachdem es schon in der Bibliothekslieferung mit dabei war hab ich auch reingeschaut...
... und erst Stunden später wieder aufgeblickt. Fasziniert von den eindrucksvollen Zeichen und -reihen, in denen Adrian Frutiger die Entstehung / Entwicklung von Zeichen veranschaulicht und mit viel Gespür doch auf die wesentlichen Aspekte reduziert. Es lag wohl auch am Schreibstil, in dem der Autor zumindest mir seine Begeisterung hat vermitteln können. Und dass er Ahnung hat, das merkt man schon nach wenigen Seiten, auch ohne zu wissen das er's beruflich macht.
Ich kanns zu 100% empfehlen, jedem der Spass an einer gelungenen Mischung aus Philosophie und Handwerk zum Thema Schriften und Zeichen hat.
~
Schrift nur nebenbei
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Um Schrift scheint es auf den ersten Blick gar nicht zu gehen. (Das hätte vielleicht erwartet, wer Adrian Frutiger als einen der größten lebenden Schriftschöpfer kennt, aber letztlich behauptet der Titel auch solches nicht.) Der Autor entwickelt vielmehr eine lückenlose visuelle Theorie, die keinen Aspekt auslässt, der den Menschen betrifft, der mit einem grafischen Zeichen konfrontiert wird. Kontrast, Schwerpunkt, Assoziation, Wiederholung, das sind nur einige der vielen Ansatzpunkte, die zu des Autors Überlegungen führen.
Nicht wer Schriften kennenlernen will, der sollte dieses Buch lesen, sondern der, der verstehen will, wie Schrift "funktioniert". Und allen, die Logos gestalten wollen, sei dieses Buch besonders ans Herz gelegt.
Erfahren, was es über Zeichen zu wissen gibt
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Dieses Buch liefert einem umfassend alle Informationen Symbole und Schriften. Man erfährt detailiert aber dennoch einfach alles zu Thema
Zeichen setzen will gelernt sein
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
°
Eigentlich war es ein Fehlgriff, denn ich hatte eher ein Buch zu Symbol-Bedeutungen gesucht. Aber nachdem es schon in der Bibliothekslieferung mit dabei war hab ich auch reingeschaut...

... und erst Stunden später wieder aufgeblickt. Fasziniert von den eindrucksvollen Zeichen und -reihen, in denen Adrian Frutiger die Entstehung / Entwicklung von Zeichen veranschaulicht und mit viel Gespür doch auf die wesentlichen Aspekte reduziert. Es lag wohl auch am Schreibstil, in dem der Autor zumindest mir seine Begeisterung hat vermitteln können. Und dass er Ahnung hat, das merkt man schon nach wenigen Seiten, auch ohne zu wissen das er's beruflich macht.

Ich kanns zu 100% empfehlen, jedem der Spass an einer gelungenen Mischung aus Philosophie und Handwerk zum Thema Schriften und Zeichen hat.

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