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Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung von Wolfgang BehringerGebundene Ausgabe von BeckPreis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 18,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 340652866X, Erscheinungsdatum: Juni 2010, Auflage: 5., aktualisierte Auflage |
5 Kundenrezensionen:Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit zur globalen Erwärmung 5 von 5 PunktenEndlich mal wieder eine objektive Lektüre, die bei der Diskussion über den Klimawandel über den Tellerrand zu schauen vermag. Unglaublich wissenswert auch für mich als Historiker. Fakten statt Alarmismus 5 von 5 PunktenIm Gegensatz zum internationalen Sprachgebrauch, der Begriffe wie "climate change" und "global warming" umfasst, faseln wir Deutsche gerne von der "Klimakatastrophe". Der Historiker Wolfgang Behringer lässt den von Medien und Wissenschaftsastrologen (welche noch in den 1970er Jahren vor einer Abkühlung gewarnt hatten) verbreiteten Alarmismus beiseite und beleuchtet in seiner "Kulturgeschichte des Klimas" die Fakten vom Treibhauseffekt des Archaikums (ca. 3,8 - 2,5 Milliarden Jahre), der erst die Voraussetzungen für das Leben auf der Erde schuf, bis zur gegenwärtigen globalen Erwärmung, die sich jedoch immer noch innerhalb einer Eiszeitperiode abspielt. Das Klima befand sich in dieser unvorstellbar langen Periode nie in einem Gleichgewichtszustand. Die Extreme schwankten zwischen Treibhausklima und kompletter Vereisung des Erdballs. In der Erdgeschichte sind fünf große Massenaussterben bekannt. Das verheerendste war die Permkatastrophe, der etwa 75 - 95% der marinen Tierarten und ein großer Teil der Landlebewesen zum Opfer fielen. Auch die relativ kurze Kulturgeschichte der Menschheit wurde von klimatischen Veränderungen beeinflusst. Die globale Erwärmung des Holozäns ermöglichte erst die Herausbildung menschlicher Hochkulturen und den Übergang von der halbnomadischen Jäger- und Sammlerkultur zur Sesshaftigkeit mit Viehhaltung und Ackerbau. Klimatische Schwankungen führten jedoch immer wieder zu Aufstieg und Niedergang von Zivilisationen wie in Ägypten und Mesopotamien. Selbst die letzten beiden Jahrtausende waren von klimatischen Einflüssen geprägt. Die Blütezeit des Römischen Reiches fiel mit der Erwärmung vom 1. Jahrhundert bis etwa 400 n. Chr. zusammen. Die Nordausdehnung des Reiches war nur deshalb möglich, weil durch das Abschmelzen der Gletscher die Alpenübergänge ganzjährig passierbar waren. Zur gleichen Zeit entstand das erste chinesische Großreich. Ein ähnliches Klimaoptimum wurde erst wieder während der Mittelalterlichen Warmzeit erreicht, in der Grönland (Grünland) besiedelt wurde. Von dort aus wurde der amerikanische Kontinent erstmals entdeckt. Die Baumgrenze stieg in den Alpen bis auf über 2000 Meter, und Wein wurde in Pommern, Ostpreußen, Südschottland und Norwegen angebaut. Die "Kleine Eiszeit" setzte im 14. Jahrhundert ein und führte in den folgenden Jahrhunderten zu Missernten, Hunger und Krankheiten, wofür zunächst "Hexen" verantwortlich gemacht wurden. Jenseits aller religiösen Wahnvorstellungen bewirkte die Anpassung an die neuen Lebensbedingungen schließlich einen rationaleren Umgang mit der Krisenbewältigung. Es entstanden staatliche Strukturen, die modernen Naturwissenschaften, technische Entwicklungen und ein weltumspannendes Wirtschaftssystem. Die gegenwärtigen klimatischen Verhältnisse liegen noch unter den Klimaoptima der Antike und des Mittelalters. Gemessen am Paläoklima, das meist sehr viel wärmer als heute war, leben wir jetzt noch in einer Eiszeitperiode. Dass es anthropogene Ursachen für die momentane Erwärmung gibt, schließt Behringer zwar nicht aus, folgert allerdings, dass eine sofortige Verhaltensänderung oder die Suche nach Sündenböcken den Klimawandel nicht aufhält. Tatsache ist auch, dass die CO2-Konzentrationen ohne menschliche Einflüsse in der Erdgeschichte erheblich schwankten und die Kurven für Temperatur und Kohlendioxydgehalt der Atmosphäre nicht einfach parallel verliefen, obwohl deren Zusammenhang zum klimatologischen Dogma erklärt wurde. Selbst dann bleibt die Frage, ob die veränderten CO2-Konzentrationen Ursache für die veränderten Temperaturen sind oder umgekehrt - oder ob beide von einem dritten, noch unbekannten Vorgang gesteuert werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich - wie im Verlauf der "Kleinen Eiszeit" - die Vernunft gegen den pseudoreligiösen und politisch-ideologischen Alarmismus durchsetzt. Die Suche nach Schuldigen und Sündenböcken als moderne "Hexen" hilft nicht weiter. Gefragt ist eine flexible Anpassung an den ständigen Klimawandel, der auch ohne menschliches Zutun stattfand und in Zukunft immer stattfinden wird, und die Erkenntnis, dass die gegenwärtige Erwärmung nicht nur Risiken sondern auch Chancen birgt. Dafür leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag. Pflichtlektüre für alle Klimadiskutanden 5 von 5 PunktenEs muß für den Autor Wolfgang Behringer wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, als der Weltklimarat IPCC die beiden Klimaanomalien der Mittelalterlichen Wärmeperiode (9.-14. Jh.)und der darauf folgenden Kleinen Eiszeit (15.-19. Jh.) nach und nach von 1990 bis 2001 aus seinen Klimakurven tilgte und schließlich nur noch die berühmt-berüchtigte (inzwischen diskreditierte) Hockeystick-Kurve im Programm hatte. Durch seine Forschung hatte Behringer nämlich Zugang zu unzähligen historischen Details, die zusammengenommen einen eindrucksvollen Beweis der Existenz beider Klimaextreme abgeben. Die Existenz von historischen Temperaturschwankungen bei gleichzeitig stablilem Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre ist dabei Auslöser für die Frage, wie wohl das wirkliche Verhältnis von anthropogener zu natürlicher Steuerung des aktuellen Temperaturanstiegs sein könnte. Mit Ausnahme von ein paar Zeilen in der Einleitung sowie dem Epilog hält sich jedoch der Autor aus der aktuellen Klimawandel-Diskussion weitgehend heraus und beschränkt sich auf die solide und eindrucksvolle Schilderung der historischen Klimaschwankungen der letzten paar Tausend Jahre. Lediglich in ein paar Abbildungen (z.B. 40 & 44) blitzt nochmal kurz Widerstand gegen die IPCC-"Konsensmeinung" auf, ansonsten hält sich der Autor weitgehend dezent (und vielleicht klug?) zurück und läßt die Fakten sprechen. Nach einer kurzen Einleitung beginnt das Buch mit der knappen Schilderung des Klimas der letzten paar hundert Millionen Jahre. Dann jedoch geht es schnell ins Holozän, also die letzten 12.000 Jahre. Es ist dies die Endphase der letzten Eiszeit sowie vor allem die nacheiszeitliche Erwärmung. Ein erster für mich sehr interessanter Punkt ist eine kurze Rückkehr eiszeitlicher Bedingungen (Jüngere Dryaszeit) während der allgemeinen Erwärmungsphase. Ein Beweis dafür, dass das Klima sich unter bestimmten Voraussetzungen sehr abrupt ändern kann. Vor 8000 Jahren dann das holozäne Klimaoptimum, wo es deutlich wärmer war als heute. Und all das bei relativ geringem CO2-Gehalt in der Atmosphäre. Der Autor schildert wie die Entwicklung von Zivilisationen oft an das Klima gekoppelt war. Fortschritte wurden überwiegend innerhalb von Wärmephasen erzielt. So arbeitet sich Behringer allmählich durch die ständigen Klimawechsel der letzten paar tausend Jahre vor. Es gibt vieles Interessantes zu lernen. Manchmal verliebt sich der Autor jedoch so ins Detail, dass man sich ab und an beim Querlesen ertappt. Aber schon wenig später ist man dann wieder voll dabei. Bemerkenswert ist das Kapitel "Klimadeutung als neue Religion" wo Behringer den Klima-Alarmismus anprangert und einen Vergleich mit der Sündenökonomie des Spätmittelalters anstellt. Das Buch ist all denjenigen wärmstens zu empfehlen, die sich ein eigenes, Fakten-belegtes Bild zur natürlichen Klima-Variabilität der letzten paar Tausend Jahre machen möchten. Etliche Aha-Erlebnisse sind garantiert. Nach der Lektüre wird man das aktuelle Klimageschehen sehr viel differenzierter sehen und die dazugehörige Diskussion vermutlich mit etwas kritischeren Augen verfolgen. Pflichtlektüre für Klimapaniker 5 von 5 PunktenUnd wieder ein Werk, das sich die Klimapaniker einmal ansehen sollten. Natürlich kann man Fanatiker nicht bekehren, aber der vernunftbegabte Leser wird diesem sehr gut zu lesenden Buch einiges an Wahrheit abgewinnen können. Wobei man sich nun noch lange nicht zurücklehnen darf und weiterhin seiner Verantwortung für die Umwelt gerecht werden muss. Der Mensch beeinflusst die Natur, aber für alles kann er nicht verantwortlich gemacht werden. Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die in der Lage sein wollen den Scharlatanen nicht auf den Leim zu gehen... Hervorragende Darstellung der Auswirkungen von Klima auf die Menscheit 5 von 5 PunktenDieses Buch ist für jeden interessant, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen will und nicht nur die durch die Medien veröffentlichen Meldungen bestätigt haben will. Sehr gut und sehr empfehlenswert. |
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Hexen: Glaube, Verfolgung, Vermarktung von Wolfgang BehringerTaschenbuch von C.H.BeckPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 8,11 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406418821, Erscheinungsdatum: Juni 2009, Auflage: 5. Auflage. |
5 Kundenrezensionen:Unverzichtbares Grundlagenwerk 5 von 5 PunktenWolfgang Behringer -ein ausgewiesener Kenner der Materie- legt mit diesem Werk eine kompakte und für normal gebildete Menschen gut lesbare Gesamtdarstellung der Hexenverfolgung vor. Gerade in diesem von Mythen und einer Unzahl sachlich unfundierter Standpunkte durchzogenen Thema bietet Behringer eine gut gegliederte, sachlich-nüchterne Darstellung, der viele Leser zu wünschen sind. Einige der grundlegenden Fakten zu Thema die den Buch zu entnehmen sind: 1. Die Hexenverfolgung ist ein Phänomen der Frühen Neuzeit. Es gab -im Gegensatz zum weit verbreiteten Mythos- im Mittelalter keine Hexenverfolgung als solche. Die Inquisition richtete sich gegen Ketzer (Die spanische Inquisition übrigens stand dem Hexenhammer skeptisch gegenüber, S. 45). 2. Die Zahl der Todesopfer liegt bei ca. 100.000. Gerne kolportierte Zahlen in Millionenhöhe sind mit Quellen nicht belegbar (S. 64-66). 3. Ein Fünftel bis ein Viertel der Opfer waren Männer (S. 67). Zur Zeit der Hexenverfolgung wurde Hexerei auch nicht als Bestandteil eines verdeckten Geschlechterkampfes angesehen(S.29, 40. 4. Hexenverfolgung gab es gleichermaßen in protestantischen wie in katholischen Gebieten. 5. Eine Hexenverfolgung konnte sowohl von oben angestoßen werden (amtlich bestellte Hexenjäger etc.) wie auch von unten kommen, dann nämlich wenn Streitereien in der Dorfgemeinschaft oder unter Nachbarn in der Stadt darin einmündeten, dass eine Seite der anderen Hexerei vorwarf -und ggf. sogar die Behörden einschaltete. Diese Prozesse so zu deuten, dass Behringer den Hexen attestiert, selbst an ihrer Verfolgung schuld zu sein, hieße Behringer misszuverstehen bzw. missverstehen zu wollen. Auf keinen Fall haltbar sind im Übrigen sozialromantische Absurditäten, die den armen Leuten immer eine moralische Überlegenheit und eine grundsätzliche Anständigkeit attestieren und die deswegen nur die Hexenverfolgung von oben wahrnehmen. 6. Eine zentrale Ursache für die Hexenverfolgung dürfte in den kritsenhaften Zeitläuften zu finden sein. Im 16. und 17. Jahrhundert machten gerade die Regionen Europas, in denen die Hexenverfolgung am stärksten vertreten war, mehrere massive Krisen durch (Glaubensspaltung und damit einhergehend Kriege und eine tiefgreifende transzendentale Verunsicherung weiter Teile der Bevölkerung; Klimaumschwung ("kleine Eiszeit") und damit verbunden eine deutliche Zunahme der Missernten über einen längeren Zeitraum hinweg. (S. 60-69) In keinster Weise sucht Behringer übrigens die Kirchen aus der Verantwortung zu nehmen, vielleicht ist es einfach manchen Lesern unerträglich, wenn nicht deren Schuld in jedem zweiten Absatz mit der -für derartige Leute offenbar dazugehörenden- moralischen Empörung des Verfassers gebetsmühlenartig wiederholt wird. Ausgewogene Darstellung eines brisanten Themas 5 von 5 PunktenDas Thema der europäischen Hexenverfolgung in Spätmittelalter und Früher Neuzeit genießt ungebrochene Popularität. Wolfgang Behringer, einer der Experten der zeitgenössischen Hexenforschung, versucht mit diesem Buch einen allgemeinen Überblick über die Materie zu geben. Das Buch selbst gliedert sich in vier thematische Abschnitte: "Hexenglaube" (1) untersucht Vorstellungen von Hexerei, Magie und Zauber im interkulturellen Vergleich. Diese finden sich in nahezu allen Kulturen und sind mindestens seit der Antike überliefert, stellen also kein spezifisch europäisches, mittelalterliches Phänomen dar. Der Autor weist anhand verschiedener ethnologischer Arbeiten nach, dass mit diesem Phänomen in verschiedenen Gesellschaften ganz unterschiedlich umgegangen wurde. Großangelegte Hexenjagden sind außerhalb Europas jedoch relativ selten, auch wenn in jüngerer Zeit in Gegenden Afrikas dazu Negativbeispiele angeführt werden können. "Hexenverfolgung" (2) gibt einen kurzen Überblick über die Herausbildung des Hexentopos ab etwa 1400. In dieser Zeit bildete sich aus Teilen antisemitischer Vorurteile, Ketzereivorstellungen und älterer Ideen von Zauberei und Magie das Bild der Hexe. Als fatal für diese Entwicklung erwies sich sicherlich, dass die Kirche, die lange Zeit dieser Vorstellung distanziert und skeptisch gegenüber gestanden hatte, nun ihre Ansichten änderte. Doch widerspricht es der Komplexität des Themas, hier eine einheitliche Meinung zu unterstellen. Hexereivorstellungen wurden innerkirchlich diskutiert und oft auch von Geistlichen bekämpft. Nur zu oft wurden die Prozesse vom Volk gefordert, und die Obrigkeit kam diesem Bedürfnis nach. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist der Verweis auf die kleine Eiszeit im 16. Jh., die ein Erklärungsmuster für vergleichbare überregionale Entwicklungen in der Verfolgungsgeschichte trotz bestehender kultureller Schranken bietet. "Kampf gegen Hexenverfolgung" (3) hingegen beschäftigt sich mit dem Widerstand, den es zu allen Zeiten gegen die Verfolgung der Hexen und Zauberer gab. Interessant ist hierbei, dass sich die Positionen keinen Gruppen zuordnen lassen. Kritik und Befürwortung kamen von allen Seiten. Gerade die Relativierung der Verantwortung der Institutionen betone jedoch im Gegenzug die je individuelle Schuld oder Verdienste. "Verwertung und Vermarktung" (4) schließlich zeichnet die erneute Veränderung der Vorstellungen von der Aufklärung bis zur Gegenwart nach. Hexen wurden von Grimm als Bewahrerinnen des deutschen kulturellen Erbes romantisiert, von den Nazis als Opfer der jüdisch-christlichen Kultur postuliert und, daran anknüpfend, im Feminismus als "weise Frauen" zu Leitfiguren der Bewegung stilisiert. Die Arbeit überzeugt durch Faktenreichtum, allgemeine Verständlichkeit und übersichtliche Gliederung. Angenehm fällt die Ausgewogenheit der Darstellung auf, mit der das Thema angegangen wird, ohne unnötig zu skandalisieren. Den Richtlinien der Reihe entsprechend finden sich im Text zwar keine Fußnoten; durch Nennung der Namen und unter Benutzung der sehr umfangreichen Literaturangabe sollte es allerdings kein Problem darstellen, entsprechende Fakten zu finden. Wer bereits andere Werke des Autors gelesen hat wird hier vermutlich wenig Neues entdecken (aber das ist ja auch nicht der Sinn). Der Empfehlung tut dies jedoch keinen Abbruch, denn hier bekommt man eine sehr gute Einführung in ein schwieriges Thema. Der Titel ist passend gewählt 1 von 5 PunktenHexen. Glaube, Verfolgung, Vermarktung Stigmatisierte Frauen durch die Kirche! Massivste Einschränkung der Privatspähre und Glaubensfreiheit! Verfolgung durch die Kirche (Basis Inquisition und Hexenhammer) mit Raubmorden Vermarktung des Hexenhammers auch noch in der heutigen Zeit. Wer bekommt das Geld für den Bestseller mit den Anleitungen zum Frauen diffamieren, quälen und töten? Hop oder Top?!? 5 von 5 PunktenWirklich spaßig hier die bislang abgegebenen Rezensionen zu vergleichen... Die Hexen waren eines meiner Magisterprüfungsthemen, so daß ich gezwungen war, mich mit verschiedensterlei Lektüre dazu auseinanderzusetzen. Dabei war diese knappe Zusammenfassung des enormen Wissens von Prof. Behringer eine unglaublich gute Hilfe. Alleine die angehängte Literaturliste und Zeittafel sind Gold wert. Wer aber populistische Stimmungsmache sucht, ist hier tatsächlich an der falschen Adresse. "Warum das alles gar nicht so schlimm war" 2 von 5 PunktenFür Eilige: Behringers Aussagen lassen sich (etwas polemisch) auf 2 Sätze zuspitzen: - Eigentlich trugen die Hexen selbst schuld an ihrer Verfolgung, die auch gar nicht so schlimm war, nur haben einzelne es dabei vielleicht ein wenig übertrieben. - Nicht die verfolgende Institution(en), ihre Lehren und Strukturen, oder gar ihr Personal stehen in moralischer Verantwortung; vielmehr sind die, die sich nachträglich mit den Opfern identifizieren oder auf ihre Seite stellen, Profiteure und möglicherweise sogar Holocaustrelativierer. Für nicht so Eilige: Ich hatte mir dieses Buch in der Hoffnung gekauft, eine brauchbare Kurzübersicht und Einführung ins Thema zu erwerben. Bei der Lektüre drängte sich mir allerdings ein Eindruck immer mehr auf: Dass es dem Autoren es nicht um eine sachliche Darstellung und Einordnung gehe, sondern um eine Relativierung und Verharmlosung der Hexenverfolgung - um eine Revision also. Dies geschieht vor allem durch eine tendenziöse, nur scheinbar sachliche und keinesfalls ausgewogene Darstellung. Die Positionen, gegen die Behringer anargumentiert und polemisiert, ließen sich in etwa wie folgt umreißen: Die Inquisition wurde im frühen 13. Jahrhundert gegründet, um Abtrünnige und "Häretiker" zu identifizieren und kirchliche Machtansprüche durchzusetzen. Während es Abspaltungs- und Reformbewegungen zu allen Zeiten gab, ging es zunächst konkret um die Gegenkirche der Katharer/Albigenser in Frankreich, die trotz eines "erfolgreichen" Kreuzzugs weiterhin als Bedrohung gesehen und entsprechend verfolgt wurde. Bekannte oder als solche verleumdete Ketzer wurden so lange und ohne zeitliche Begrenzung gefoltert (was selbst gegen damaliges allgemeines Recht verstieß), bis sie "gestanden" und möglichst weitere "Mittäter" nannten. Im Kern lautet die Anklage dabei auf buchstäblich teuflische Verschwörung - darauf, Mitglied einer satanischen Gegenkirche zu sein, die mit allen Mitteln - besonders teuflischen Schadenszaubern - darauf aus ist, der Kirche und Christenheit zu schaden. Das Muster und die Vorwürfe wiederholen sich bei allen späteren Verfolgungen - Zerschlagung des Templerordens, die Juden- und "Mauren"verfolgungen im christlichen Spanien, und bei den Protestanten- und Katholikenverfolgungen ab der Reformationszeit. Wie bei allen diesen Verfolgungen geht es auch bei den ersten Hexereianklagen um die Durchsetzung letztlich politischer Ziele: Sie richten sich gegen hochgestellte Mitglieder des Adels. Verhängte Todesurteile können oft nur unter Einsatz von Exkommunikationsandrohungen usw. durchgesetzt werden, und/oder durch die Suche nach politischen Verbündeten. Zu den Massenverfolgungen kommt es erst, nachdem Elemente des Hexen-Volksglaubens wie Hexenflug, Schadenszauber, Fluch, usw. mit der Vorstellung von einer satanistischen Hexen-Gegenkirche verbunden werden. Immer neue Geständnisse und Anzeigen werden durch die Folter erpresst. Bald kursieren Kataloge von Suggestivfragen, und immer neue Geständnisse der Verzweifelten "überzeugen" die Inquisitoren wie die Öffentlichkeit von der Existenz einer gigantischen satanistischen Verschwörung, die um so bedrohlicher erscheint, je weniger sie greifbar ist. Individuelle Habgier, Rachsucht, Aberglaube und ähnliche allzumenschliche Bosheiten führen dabei zu ersten Anzeigen, Anklagen und Hinweisen. Im Kampf gegen diese massive, unsichtbare Verschwörung wird jedes Mittel gerechtfertigt - teils jahrelange Folter, Verbrennen bei lebendigem Leib, usw. Jede Äußerung und jedes Schweigen der Angeklagten wird gegen sie ausgelegt: Spätestens mit dem "Hexenhammer" ist die inquisitorische Verschwörungstheorie so ausgereift und immunisiert, dass alles, was ihre Opfer zu sagen haben oder auch nicht, als Beweis für ihre Richtigkeit taugt. Der Glaubwürdigkeits- und Autoritätsverlust, den die Kirche (später: Kirchen) im Spätmittelalter und der Renaissance erleben, verstärkt die Paranoia - der Höhepunkt der Hexenvefolgungen liegt entsprechend in der frühen Neuzeit. Dem Hexenwahn liegt letztlich ein magisch-animistisches Weltbild zugrunde. In diesem Bild gibt es keine Zufälle: Unerwartete oder ungewöhnliche Ereignisse sind stets das Ergebnis irgendeiner guten oder bösen Absicht. Überraschende Genesungen sind das Werk von Engeln oder Heiligen, Missernten oder "Unfälle" das von Dämonen und Teufeln - und immer auch der Menschen, die ihnen dienen. Erst mit dem Aufstieg der Naturwissenschaften im späten 17. Jahrhundert setzt sich die Vorstellung natürlicher, unpersönlicher Ursachen durch - zumindest in gebildeten Kreisen. Während der Hexenglaube im "Volk" noch lange Schatten wirft, enden die Verfolgungen praktisch im Verlaufe einer Generation. Die "realen", "alltäglichen" Teufel und Dämonen siedeln aus Volksglauben und "gelehrter" Theologie um ins Kasperletheater. Der Glaube an die große Hexenverschwörung - gegen den seit Jahrhunderten einzelne Stimmen ebenso wohlbegründet wie erfolglos argumentiert hatten - erscheint bald als unglaubwürdig und kindisch. (Wobei sie in weniger aufgeklärten Kreisen bald durch neue Verschwörungstheorien ersetzt wurde: Nach bewährtem Muster waren es mal Freimaurer, mal Juden, mal die Christen anderer Konfession, mal Kommunisten, mal Liberale, mal Kirchenkritiker und oft alle zusammen, die sich zum Schaden aller anderen und besonders zum Schaden der jeweiligen Kirche und Glaubensgemeinschaft verschworen haben.) Dass die Hexenverfolgung nur eine in einer langen Reihe kirchlicher Verfolgungen waren, blendet Behringer in seiner Darstellung aus. Langatmig breitet er aus, dass der Hexenglaube in allen Kulturen und Zeitaltern anzutreffen war - was richtig, aber wenig relevant ist. Die politische Seite insbesondere der frühen Verfolgungen wird ausgeblendet, ebenso Eigenarten und Herkunft des Inquisitionsprozesses. Hexenprozesse und die zugrunde liegende Verschwörungsvorstellungen erscheinen bei Behringer als ein etwa um 1400 "zufällig" entstandenes Phänomen. Eine Einordnung des Hexenglaubens in die theologischen wie Laien-Glaubensvorstellungen bleibt weitgehend aus. Die Grausamkeiten erscheinen als zufällige, unerklärlicherweise europaweit zeitgleich auftretende Verfehlungen Einzelner, die dann letztlich ebenso plötzlich wie unerklärlich verschwinden. Die Institution Kirche(n) und das von ihr/ihnen verbreitete Weltbild ist Behringer zufolge letztlich von der Verantwortung freizusprechen. Dazu passt, dass Behringer für eine sehr kleine Opferzahl argumentiert - etwa 50000. Solche Schätzungen sind naturgemäß schwierig; Behringer kommt zu seiner niedrigen Zahl allerdings nur durch eine enge Fassung des Begriffs (die u. a. Lynchmorde an "Hexen" oder Hexereivorwürfe in "normalen" Ketzerprozessen ausschließt) und durch die Annahme, dass zumindest für die Mehrzahl der Hexenprozesse Aufzeichnungen überliefert sind. Nun geistern tatsächlich wenig plausible Hochrechnungen herum, die von bis zu 9 Millionen Opfern ausgehen und sachlich schlicht unbegründet sind. Vorsorglich unterstellt Behringer aber Menschen, die seine Schätzung für deutlich zu niedrig halten, sie wollten damit nur den Holocaust relativieren. Im dritten Teil wird Behringer nicht müde zu betonen, dass es zu allen Zeiten Kritiker der Hexenprozesse gab. Dass unter diesen Menschen auch viele Kleriker gewesen seien, relativiere die Verantwortung der Institution Kirche; Schuld trage letztlich immer jeder einzelne. - Die Frage, welche kirchlichen Strukturen und Lehren letztlich dazu führten, dass die grundsätzliche Kritik - dass der Hexenglaube offenkundiger Unsinn und die Verfolgung unmenschlich ist - nichts bewirkte (außer Fluten an Rechtfertigungsschriften und teils auch Verfolgungen), stellt Behringer nicht. So weit, so schlecht: Behringer deutet Geschichte vielleicht anders, und letztlich sind wir anderer Meinung. Unerträglich wird erst sein viertes Kapitel. Beschränkte sich Behringer zuvor darauf, Umfang und Perfidie der Verfolgungen kleinzureden sowie die Institution Kirche ausdrücklich zu entlasten, werden jetzt Opfer- und Täterrolle vertauscht. Ausgerechnet unter Berufung auf Aussagen von Missionaren berichtet Behringer von Schadenszaubern, die wirklich und wahrhaftig zum Tod von Menschen führen würden. Da sei doch wirklich zu überlegen, ob die Gesetze, die z. B. einzelne afrikanische Regierungen gegen Zauberei erlassen hätten, nicht gerechtfertigt seien. Es gäbe doch viel mehr in der Welt, als wir uns mit unserem naturwissenschaftlichen Weltbild träumen ließen. Irgendwie sind die Hexenmeister, Hexen und Hexenkinder also selbst schuld dran, wenn sie heute verfolgt werden. Und damit wohl auch im Mittelalter. Damit leugnet der Autor die bestgesichertste Erkenntnis über die Hexenvefolgung: Jedes einzelne ihrer Opfer war unschuldig im Sinne der Anklage. Von Anfang an gab es rationale Kritiker, die genau das immer wieder herausgestrichen haben - man konnte es wissen, wenn man denn wollte. Genau das macht die Verfolgungen zu Verbrechen, die Hinrichtungen zu Justizmorden. Behringer ignoriert das Weltbild, das diese einfache Einsicht verbaute (wie auch den naturalistischen Gegenentwurf, der das Ende der Hexenprozesse bewirkte). Er spricht die Institution frei, die dieses Weltbild mit aller Macht und allen Mitteln vertrat, und ihre Strukturen, die die Verfolgung und Ermordung ihrer (oft vermeintlichen) Gegner erst ermöglichten. Behringer ist zweifelsohne gut mit dem Thema vertraut, verweist auf brauchbare weitere Literatur und vertritt seinen Revisionismus durchaus geschickt (daher 2 Sterne). Das macht seinen Versuch, die Täter zu entlasten, indem er den Opfern quasimagische Schadenzauber-Fähigkeiten zuspricht, aber nicht weniger durchschaubar oder weniger lächerlich. Und keinen Deut weniger menschenverachtend. |
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Hexen und Hexenprozesse in Deutschland von Wolfgang BehringerTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 8,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3423307811, Erscheinungsdatum: Sept. 2000, Auflage: überarb. und aktualis. N.-A. |
3 Kundenrezensionen:Ein Feindbild aus längst vergangenen Tagen 5 von 5 Punkten"Hexen und Hexenverfolgung " thematisiert wo und wann Hexenverfolgungen stattfanden, was die Hexenverfolger und ihre Gegner dachten, aber auch , was die als Hexen verdächtigten Personen zu Protokoll gaben, und wie sich die Thematik in Predigten, Gesetzestexten, Zeitungen und in der Literatur niederschlugen. Eine Hexe war im Volksglauben eine zauberkundige Frau mit magischen Kräften. In Märchen erscheint sie als Schreckensgestalt mit abstoßendem Äußeren. Der Hexenbegriff des Mittelalters entstand aus ursprünglich nicht zusammengehörenden Elementen des Aberglaubens ( z.B. Luftflug, Schadenszauber) , der christlichen Dämonologie und Straftatbeständen der Inquisition. Behringer, der Herausgeber des Buches, untergliedert seine Dokumente in sieben Kapitel, die den gesamten Irrsinn darlegen, der aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbar ist. Der ausgesprochene Hexenwahn vom 14. bis 17. Jahrhundert ist ein sozialpsychologisches Phänomen des Spät-Mittelalters und der frühen Neuzeit. Er blieb auf das christlich-abendländische Europa begrenzt. Judentum, Islam und die orthodoxe Kirche kannten keine Verdammung von Hexen und Exzesse gegen diese. Der Umbruch der geistigen , religiösen und politischen Verhältnisse am Ausgang des Mittelalters brachte Unsicherheit aller Art mit sich und die Menschen , besonders Mitteleuropas, sahen die Teufelsherrschaft der erwarteten Endzeit anbrechen. Im Deutschland beginnt die Zeit des Hexenwahns um 1550. Das etwa 100 Jahre andauernde " eiserne Zeitalter " fordert mehr als 300 000 Menschenopfer. Der überwiegende Teil der Verfolgten sind Frauen. Erschreckend ist die im Buch aufgeführte Hinrichtungsstatistik Würzburg von 1627 bis 1629. Schon im Mittelalter wurden von der Inquisition vereinzelt Hexen hingerichtet. Papst Innozenz beauftragte 1484 die beiden deutschen Inquisitoren Heinrich Institoris und Jakob Sprenger in Deutschland gegen Zauberer und Hexen vorzugehen. Drei Jahre später verfassten die beiden den "Hexenhammer" (Malleus Maleficarum) . Der Inhalt ist vorliegendem Buch zu entnehmen. Richter und Hexenverfolger erhielten dadurch Argumentationshilfen und präzise Anweisungen, wie gegen die Hexen vorzugehen sei. In erster Linie wurden zunächst Hebammen, alleinstehende, sozial nicht abgesicherte Frauen und Kräuterfrauen verfolgt, bald schon genügte eine anonyme Verdächtigung, um den Mechanismus von Verhaftung, Verhör, Folter und Hinrichtung einzuleiten. Wie dies im Einzelnen funktionierte wird in einem Kapitel des Buchs ausführlich dargelegt. Niemand war vor der einer Anklage geschützt. Auffallende Schönheit war genauso ein Verdachtsmoment wie körperliche Missbildung. Besonderer Reichtum von Frauen galt ebenso als Hinweis auf Hexerei wie Armut. In einigen süddeutschen Dörfern wurde fast die gesamte weibliche Bevölkerung hingerichtet. Die Hexenverfolger haben angebliche Beweise für die größere Anfälligkeit der Frau gegenüber den Verführungen des Teufels. Man behauptet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts dazu neigen gegen die Macht Gottes und die Hierarchie der Gesellschaft zu verstoßen. Demnach stellen sie eine Gefahr für die weltliche und religiöse Ordnung dar. Sie schließen, wie man den Texten entnehmen kann, einen Pakt mit dem Teufel, üben schändliche Zaubereien aus und verführen durch ihre erotische Ausstrahlung Männer zum Unheil. Vorgeworfen wird ihnen, dass sie den Mann seiner Vernunft und seines Urteilsvermögens berauben. Der Bereich der Sexualität spielt eine zentrale Rolle bei den Vorwürfen, die gegen die Frauen erhoben werden. Man verdächtigt sie Unfruchtbarkeit hervorzurufen, männliche Glieder wegzuhexen und erotische Exzesse mit dem Teufel zu begehen. Der Hexenhammer machte es möglich, dass anstelle der Anklage die Denunziation genügte, zudem die Folter und Hexenproben ermöglicht wurden. Die Hexenprozesse wurden Strafverfahren gemischter Zuständigkeiten kirchlicher und weltlicher Gewalten. Im Buch werden die Verfolgungswellen präzise dargestellt. Aufgeführt ist auch das vorgegebene Frageschema für Hexenprozesse von 1590 und diverse Protokolle, so etwa das Protokoll des Verhörs der Barbara Kurzhalsin und eine Fülle anderer Schreckenszeugnisse männlichen Verfolgenswahns. Auch über Katharina Henot liest man, die sich bis zu ihrer Hinrichtung weigert, ein Schuldgeständnis abzulegen. Katharina Henot war eine der vielen Frauen , die im Zuge der Hexenverfolgung aus wirtschaftlichen Gründen sterben mussten. In den 70er und 80er Jahren des 16. Jahrhunderts wird die Hexerei allmählich auch in protestantischen Gebieten, wie 1572 in Sachsen, zum Kapitalverbrechen erklärt. Durch diese Regelung ist den meisten angeklagten Frauen der Tod auf dem Scheiterhaufen durch verbrennen bei lebendigem Leib gewiss. Selbst Martin Luther vertritt ein Hexenbild, das dem der Inquisition in nichts nachsteht, wie man den Texten entnehmen kann. In Hexenprozessen ist die "peinliche Befragung " das übliche Mittel schweigende und leugnende Frauen zum Geständnis zu zwingen. Wie die Dokumente deutlich machen, können fünf Grade der Tortur angewendet werden. Viele der angeklagten Frauen sterben bereits während der Folter. Ist eine Frau während der Tortur nicht geständig, so wird dies nicht als Zeichen ihrer Unschuld, sondern als Verstocktheit gewertet. Die Fragenkataloge entlarven die sexuellen Phantasien der Richter. Zur Sprache kommt auch das großartige Engagement des geistlichen Friedrich von Spee, der als Beichtvater viele Hexenprozesse miterlebte und in seiner Schrift " Cautio criminalis" die Grausamkeit der Prozessverfahren gegen Hexen anklagte. Allmählich kam es zu einem Umdenken. 1793 wurde die letzte Frau als Hexe in Posen verbrannt. Trotz der Lektüre der Dokumente werde ich wohl nie verstehen, wie mitleidslos man mit all diesen unschuldigen Frauen verfahren ist und weshalb man solch einen Schwachsinn glaubte. Extrem auf Fakten gebaut 3 von 5 PunktenDas Buch an sich ist nicht schlecht gemacht! Es gibt viele sachliche hintergrund informationen über die damaligen Hexenverfolgungen, ihre Prozesse und die Meinung der Päpste dazu! Aus nächster Nähe 5 von 5 PunktenMit diesem Kompendium hat Behringer ein bis heute weder überholtes noch ersetzbares Standardwerk zur Erforschung der Hexenverfolgungen vorgelegt. In chronologischer Reihenfolge werden sowohl die volksmagischen als auch die kirchlichen Diskurse nachgezeichnet, wobei ein üppiges Angebot an zeitgenössischen Quellen einen unverfälschten Einblick in die Debatten einer jeden Epoche geben. Kommentierend greift Behringer nur zu Ende eines jeden Kapitels ein und bietet einen kurzen aber präzisen Überblick zum jeweiligen Untersuchungszeitraum an. Insbesondere zu Fragen des elaborierten Hexenbegriffes und der frühneuzeitlichen Dämonologie stellt der Autor eine breite Palette von z.T. bisher unveröffentlichten oder kaum zu beschaffenden Quellenwerken zusammen, doch auch authentische Protokolle von Verhören und Hexenprozessen kommen nicht zu kurz. Es entsteht somit ein äußerst klares und plastisches Bild einer fremden Epoche. Primär für den Leser mit wissenschaftlichem Interesse emopfohlen, ist die gut lesbare und leicht verständliche Abhandlung aber auch für jeden anderen Interessierten eine Bereicherung. |
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Kulturgeschichte des Klimas: Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung von Wolfgang BehringerTaschenbuch von Deutscher Taschenbuch VerlagPreis bei Amazon: EUR 12,90 ISBN: 3423346523, Erscheinungsdatum: Januar 2011 |
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Märchen und Mythen vom Fliegen. ( Märchen der Welt). von Constance Ott-Koptschalijinskij, Wolfgang BehringerBroschiert von Fischer-TB.-Vlg.,FfmPreis bei Amazon: EUR 4,00, Angebote ab EUR 0,09 ISBN: 3596229049, Erscheinungsdatum: Februar 1995, Auflage: 2. Aufl. |
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Geschichte des Saarlandes von Wolfgang Behringer, Gabriele ClemensBroschiert von C.H. BeckPreis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 340658456X, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: 1 |
Eine Kundenrezension:...ein sehr guter Gesamtüberblick... 5 von 5 Punkten...zugegeben, ein Durchmarsch im "Schweinsgalopp" - aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Schnell hat man sich einen Gesamtüberblick der saarländischen Geschichte - und der Entstehung dieses Bundeslandes - verschafft. Sehr zu empfehlen. |
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Die Geheimwissen Box: Enthält: 2133 Reinalter, Die Freimaurer; 2023 Edighoffer, Die Rosenkreuzer; 2383 Auffarth, Die Ketzer; 2082 Behringer, Hexen; 2340 Schwerhoff, Die Inquisition von Roland Edighoffer, Helmut Reinalter, Christoph Auffarth, Wolfgang Behringer, Gerd SchwerhoffBroschiert von BeckPreis bei Amazon: EUR 20,00, Angebote ab EUR 14,99 ISBN: 3406562868, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 1 |
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Kulturelle Konsequenzen der 'Kleinen Eiszeit'; Cultural Consequences of the 'Little Ice Age' (Veroffentlichungen Des Max-Planck-Instituts Fur Geschichte) von Wolfgang Behringer, Hartmut Lehmann, Christian PfisterGebundene Ausgabe von Vandenhoeck & RuprechtPreis bei Amazon: EUR 78,00 ISBN: 3525358644, Erscheinungsdatum: Januar 2005, Auflage: 1., Aufl. |
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Thurn und Taxis. Die Geschichte ihrer Post und ihrer Unternehmen von Wolfgang BehringerGebundene Ausgabe von PiperAngebote ab EUR 14,87 ISBN: 3492033369, Erscheinungsdatum: 1990 |
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Hexenverfolgung in Bayern von Wolfgang BehringerGebundene Ausgabe von OldenbourgPreis bei Amazon: EUR 49,80 ISBN: 3486539035, Erscheinungsdatum: November 1997, Auflage: 3., verb. u. um ein Nachw. erg. Auflage |
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